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Philippinen - neuer Präsident Duterte will Verfassungsänderung


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Philippinen - neuer Präsident Duterte will Verfassungsänderung

Der 71 Jahre alte Rodrigo Duterte hat die Präsidentschaftswahl auf den Philippinen mit großem Abstand vor seinen Rivalen gewonnen. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen lag er mit gut 38 Prozent uneinholbar vorn. Ex-Innenminister Mar Roxas kam als Zweiter auf rund 23 Prozent. Ein Sprecher Duterte’s kündigte an, der künftige Präsident wolle die Verfassung ändern, weg vom amerikanisch geprägten System hin zu einem bundesstaatlichen Modell. Damit würde das politische Establishment in Manila geschwächt, dem Duterte nie angehört hat und das er als korrupt anprangert.

Der Bürgermeister hat in dem von Korruption und Kriminalität geplagten Land mit mehr als 100 Millionen Einwohnern hartes Durchgreifen angekündigt. Duterte ist mit kurzer Unterbrechung seit 30 Jahren Bürgermeister der Millionenstadt Davao auf Mindanao im Süden des Landes. In seiner Heinatstadt wurden bereits mehr als 1000 Kleinkriminelle umgebracht. Menschenrechtler sehen Todesschwadronen am Werk, die nach ihrer Meinung nur mit Deckung des Bürgermeisters agieren konnten. Der scheidende Präsident Benigno Aquino, politische Gegner und Menschenrechtsaktivisten warnten vor einem Rückfall der Philippinen in Zeiten wie unter Diktator Marcos, dessen Sohn als möglicher Vizepräsident gehandelt wird.

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