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Bangladesch: Chef der größten Islamistenpartei hingerichtet

In Bangladesch ist der Chef der größten Islamistenpartei Jamaat-e-Islami hingerichtet worden. Wie die Behörden mitteilten, wurde Motiur Rahman Nizami

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In Bangladesch ist der Chef der größten Islamistenpartei Jamaat-e-Islami hingerichtet worden. Wie die Behörden mitteilten, wurde Motiur Rahman Nizami in der Nacht zum Mittwoch im Zentralgefängnis von Dhaka gehängt.

Nizami und anderen Mitgliedern der Führungsriege von Jamaat-e-Islami wurden Kriegsverbrechen während des Unabhängigkeitskriegs gegen Pakistan vor 45 Jahren zur Last gelegt. Nizami war 2014 unter anderem wegen Völkermordes und Vergewaltigung zum Tode verurteilt worden.

Vier weitere Verurteilte waren bereits zuvor hingerichtet worden.

Auf den Straßen der Hauptstadt bejubelten Hunderte Aktivisten die Hinrichtung. Mehrere Tausend Bereitschaftspolizisten waren im Einsatz. Jamaat-e-Islami rief für Donnerstag zu einem Generalstreik auf.

Die Islaimistenpartei hatte 1971 gegen die Gründung von Bangladesch gekämpft und für den Erhalt des damaligen Ostpakistans. Historikern zufolge kamen in dem Krieg zwischen 300.000 und drei Millionen Menschen ums Leben.