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Rios Slum-Herbergen bieten Olympiagästen günstige Unterkunft

Die Favelinha-Herberge ist bei weitem nicht so luxuriös wie viele Hotels in Rio de Janeiro, aber der Blick auf den Zuckerhut ist derselbe. Außerdem

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Rios Slum-Herbergen bieten Olympiagästen günstige Unterkunft

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Die Favelinha-Herberge ist bei weitem nicht so luxuriös wie viele Hotels in Rio de Janeiro, aber der Blick auf den Zuckerhut ist derselbe. Außerdem bietet das Favelinha dem Besucher einen Einblick in die Elendsviertel, in denen ein Fünftel der Bevölkerung lebt. Rios Favelas galten für Fremde noch vor kurzem als unbetretbar, aber heute geben sie einen Eindruck von der Vielfalt der Stadt.

Die französische Touristin Sabrina Noblanc machte diese Fotos während ihres Aufenthalts im Favelinha im Pereira da Silva-Slum im Zentrum Rios.

Rios Favelas leiden unter Drogenkriminalität, Bandenkriegen und brutalen Polizisten, aber Sabrina fand das Viertel nicht so beängstigend, wie sie zunächst erwartet hatte. “Ich dachte, hier gibt es überall nur Schusswaffen”, erzählt sie, “aber es ist doch ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.”

Die brasilianische Polizei begann 2008 mit der Vertreibung der Gangs aus den Vierteln in der Nähe von wohlhabenden Gegenden und den olympischen Veranstaltungsorten.

500.000 ausländische Gäste werden zur Olympiade erwartet. Die Übernachtung in einem von Rios Dreisternehotels kostet 250 US Dollar. Im Favelinha zahlen sie 30 Dollar für ein Doppelzimmer.

Solange dos Santos ist die Managerin des Favelinha. “Es war zunächst schwierig, in den Favelas eine Herbege zu betreiben”, erzählt sie. “Aber es hat sich geändert, nachdem die ersten Gäste kamen und den Bewohnern in der Nachbarschaft begegneten. Heute sagen sie: Das ist hier gar nicht so, wie ich gehört habe. Hier ist es ruhig und friedlich.”

Die Fotos stammen von Reuters