Eilmeldung

Eilmeldung

Improvisierte Flüchtlingslager in Griechenland: Beengt und ohne Privatsphäre

Die Situation der Flüchtlinge in improvisierten Lagern in Griechenland ist weiterhin problematisch. So auch in Elliniko, einst der Stolz

Sie lesen gerade:

Improvisierte Flüchtlingslager in Griechenland: Beengt und ohne Privatsphäre

Schriftgrösse Aa Aa

Die Situation der Flüchtlinge in improvisierten Lagern in Griechenland ist weiterhin problematisch.

So auch in Elliniko, einst der Stolz Griechenlands bei den Olympischen Spielen von 2004. Auf dem Gelände war zu diesem Anlass ein neues Basketball- und Hockeystadium gebaut worden.

Euronews’ Reporterin Monica Pinna berichtet aus Elliniko:

Seit Februar werden dort Migranten untergebracht, inzwischen beläuft sich ihre Zahl auf ungefähr 1.200, im ganzen Land sind es mehr als 50.000.

Shima Momeni ist vor über einem Jahr aus Afghanistan nach Griechenland gekommen: “Wir sind obdachlos und in dieser Situation wird uns nur das nötigste zur Verfügung gestellt, beispielsweise geben sie uns Medikamente.”

Es wird geschätzt, dass fast 40 Prozent der Migranten in den griechischen Flüchtlingslagern Kinder sind.
In Zahlen sind das nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Save the Children fast 22.000 Kinder, die in diesen provisorischen Lagern aufwachsen.

Sacha Myers, Mitarbeiterin von Save the Children:
“Sie leben in beengten Verhältnissen, oft zusammen mit anderen Menschen. Familien leben quasi aufeinander, in Zelten oder auf dem Fußboden. Es gibt kaum Privatsphäre und die Kinder werden schnell krank, weil sie so dicht aufeinander leben und wegen der hygienischen Bedingungen.”

Hilfsorganisation wie Ärzte ohne Grenzen haben in Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden begonnen, Kinder in den provisorischen Lagern gegen Polio, Mumps, Hepatitis B und Tetanus zu impfen. Die Impfungen sollen landesweit durchgeführt werden.