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NATO-Abwehrraketen in Rumänien ärgern Russland

Die NATO hat auf einem Luftwaffenstützpunkt im Süden von Rumänien ein Raketenabwehrsystem US-amerikanischer Bauart in Betrieb genommen. Damit sollen

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Die NATO hat auf einem Luftwaffenstützpunkt im Süden von Rumänien ein Raketenabwehrsystem US-amerikanischer Bauart in Betrieb genommen. Damit sollen nach Angaben des Nordatlantikbündnisses im Bedarfsfall feindliche Flugkörper aufgespürt und zerstört werden.

US-Vizeverteidigungsminister Robert Work betonte: “Das ist nicht gegen Russland gerichtet, sondern gegen ballistische Raketen, die vom Nahen Osten aus auf NATO-Verbündete und US-Truppen in Europa abgefeuert werden könnten. Ich wiederhole, was der Generalsekretär gesagt hat: Wir haben den Russen angeboten, ihnen die technischen Daten zu zeigen.”

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, sagte, das Handeln der USA und ihrer Alliierten führe zu “einer unmittelbaren Gefahr für die internationale und regionale Sicherheit und Stabilität”.

“Wir erachten die Stationierung solch einer Raketenabwehrbasis an Land als Widerspruch zu grundlegenden Vorschriften des INF-Vertrages, der dadurch von den USA verletzt wird. Das muss offen und ohne zusätzliche diplomatische Formulierungen gesagt werden”, so Sacharowa.

Der INF-Vertrag wurde 1987 zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion geschlossen und regelt unter anderem das Verbot nuklearer Raketensysteme mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern.