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Argentiniens ehemalige Staatschefin Fernández de Kirchner wegen Untreue im Amt angeklagt

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Von Euronews
Argentiniens ehemalige Staatschefin Fernández de Kirchner wegen Untreue im Amt angeklagt

<p>Die ehemalige Staatschefin Argentiniens, Cristina Fernández de Kirchner, wird wegen Untreue im Amt angeklagt. Das <a href="http://www.cij.gov.ar/nota-21450-El-juez-Bonadio-proces--a-Cristina-Kirchner-en-la-causa-por-el-d-lar-futuro.html">teilte die argentinische Justiz mit</a>. Ihr wird vorgeworfen, für Staatsverluste auf dem Devisen-Zukunftsmarkt verantwortlich gewesen zu sein. Den argentinischen Staat habe das rund 5,2 Millarden Dollar gekostet, so Bundesrichter Claudio Bonadío.</p> <p>Fernández de Kirchner, die die <a href="http://de.euronews.com/2013/10/08/cristina-fernandez-argentiniens-starke-praesidentin/">Regierungsgeschäfte des südamerikanischen Landes von 2007-2015</a> leitete, weist jegliches Fehlverhalten zurück und betont ihre Unschuld. Sie hat die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Anklage zu erheben.</p> <p>Neben Fernández de Kirchner werden auch der ehemalige Wirtschaftsminister Axel Kicillof, der frühere Zentralbankdirektor Alejandro Vanoli und zwölf weitere Personen angeklagt. </p> <p>Kurz vor dem <a href="http://de.euronews.com/2015/11/22/argentinier-stimmen-ueber-nachfolger-von-praesidentin-kirchner-ab/">Ende ihrer Präsidentschaft im November</a> vergangenen Jahres habe die Zentralbank Devisen in Millardenhöhe auf dem Zukunftsmarkt zu einem Kurs unter dem Marktwert verkauft. So sollte der argentinische Peso gestützt werden, der <a href="http://de.euronews.com/2015/12/17/argentinien-devisenkontrollen-weg-peso-stuerzt-ab/">kurz vor einer zu erwartenden Abwertung</a> stand. Ein finanzielles Vorhaben dieses Ausmaßes sei nur mit <a href="http://www.nytimes.com/2016/05/14/world/americas/cristina-fernandez-kirchner-indicted.html?_r=1">ausdrücklicher Genehmigung der höchsten politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger der Regierung möglich gewesen</a>, so der Bundesrichter.</p>