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Französische Ex-Ministerinnen veröffentlichen Manifest gegen sexuelle Belästigung

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Französische Ex-Ministerinnen veröffentlichen Manifest gegen sexuelle Belästigung

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Nach der jüngsten Affäre wegen sexueller Belästigung in der französischen Politik haben 17 frühere Ministerinnen angekündigt, künftig zu solchen Vorwürfen nicht mehr zu schweigen. In einem im “Journal du Dimanche” veröffentlichten Manifest erklärten sie, “sexistische Bemerkungen, unangebrachte Gesten, unangemessenes Verhalten” in Zukunft “systematisch” zu verurteilen.

“Das ist eine außergewöhnliche Gelegenheit für Frauen in der Politik, in der Wirtschaft, in Nichtregierungsorganisationen, in der Zivilgesellschaft in allen Gruppen, wo die Sache der Frauen vorangebracht werden kann, es ist eine Möglichkeit nein zu sagen, es reicht!”, erklärte Frauenministerin Laurence Rossignol.

Zu den Unterzeichnerinnen zählt auch IWF-Chefin Christine Lagarde. In der vergangenen Woche war der Vizepräsident der Nationalversammlung Denis Baupin zurückgetreten, nachdem ihm Medien unter Berufung auf mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Der Grünen-Politiker soll acht Frauen, darunter vier Abgeordnete, sexuell angegriffen oder mit anzüglichen SMS bombardiert haben.

Die Staatsanwaltschaft nahm Vorermittlungen auf. Baupin bestreitet die Vorwürfe und will sich mit einer Verleumdungsklage wehren.

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