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Trump für Brexit, droht Großbritannien mit Ende der „besonderen Beziehungen“

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Trump für Brexit, droht Großbritannien mit Ende der „besonderen Beziehungen“

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Der umstrittene mutmaßliche Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, ist der Ansicht, dass Großbritannien ein EU-Austritt nützen würde. Trump betonte jedoch, die Entscheidung liege bei den Briten und er wolle sich nicht einmischen. Er verstehe aber, warum das Brexit-Lager Zuspruch habe:

“Viel Zuwanderung und Aufnahme von Migranten erfolgt wegen der EU. Ich glaube das ist eine Katatstrophe”, sagte Trump in einem am Montag ausgestrahlten Interview mit dem Frühstücksfernsehen des britischen Senders itv, „Good Morning Britain“.

Auf den Einwurf, der britische Premierminister David Cameron halte Trumps Position zu Muslimen für “dumm, spaltend und falsch”, erwiderte er: “Es sieht so aus, als würden wir keine gute Beziehung haben, aber wer weiß? Ich hoffe auf eine gute Beziehung zu ihm, aber es sieht so aus, als sei er (Cameron) auch nicht bereit, das Problem anzusprechen”.

itv Exklusivinterview mit David Trump



Schatzkanzler David Osborne, der bei einem – durchaus möglichem Erfolg der Brexit-Befürworteer – als Nachfolger von Premierminister Cameron gehandelt wird und der mit einem US-Präsident Trump zusammenarbeiten müsste, versucht die Wogen zu glätten.

“Natürlich stehen wir zu dem, was wir gesagt haben, als er erklärte, er wolle nicht, dass Muslime in die USA kommen. Sowohl ich, als auch David Cameron und andere haben klargestellt, dass dies kein Standpunkt ist, den wir unterstützen. Aber er ist ein Präsidentschaftskandidat in den USA und wir werden mit ihm reden, weil es in unserem Interesse ist, mit unseren Verbündeten, wie den USA zu reden”, sagte Osborne während eines Wahlkampfauftritts für die EU-Befürworter in Stanstead.

Trump hatte in dem Interview mit einem Ende der “besonderen Beziehung” zwischen den USA und Großbritannien gedroht. Auch der neue muslimische Bürgermeister von London Sadiq Khan habe hässliche Dinge über ihn gesagt. Er werde sich dies merken, drohte Trump.

Auch Khan hatte Trump wegen dessen Äußerungen über Muslime und Einwanderer kritisiert.

Ein Sprecher des Premierminister bekräftigte nach dem Trump-Interview dessen Haltung: Cameron habe seine Ansicht deutlich gemacht. Er lehne sie ab und “dazu gebe es nichts hinzuzufügen”.

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