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Bergkarabach-Konflikt: Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans treffen Vereinbarung

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Bergkarabach-Konflikt: Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans treffen Vereinbarung

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Die Präsidenten von Armenien und Aserbaidschan haben sich im Konflikt um die Kaukasusregion Bergkarabach auf die Einhaltung einer neuerlichen Waffenruhe geeinigt.

Das erklärten Politiker aus den USA, Frankreich und Russland nach einem Spitzentreffen in Wien, zu dem US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow eingeladen hatten.

Der armenische Präsident Sersch Sargsjan und Aserbaidschans Staatsoberhaupt Ilham Alijew teilten mit, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa werde schnellstmöglich einen Plan zur Überwachung der Waffenruhe in Bergkarabach fertigstellen. Beide Präsidenten vereinbarten ein neues bilaterales Treffen für kommenden Monat.

Vor der Vereinbarung des Waffenstillstandes unter Vermittlung von Russland waren Anfang April auf beiden Seiten bei mehrtägigen Kämpfen über 110 Soldaten und Zivilisten getötet worden.

Bergkarabach hatte sich Anfang der 90er Jahre mit Unterstützung Armeniens von Aserbaidschan abgespalten. Zwischen 1988 und 1994 wurden bis zu 30.000 Menschen im Krieg um die Region getötet, die heute fast nur noch von Armeniern bewohnt wird.

Völkerrechtlich gehört Bergkarabach zu Aserbaidschan. Russland ist Schutzmacht von Armenien.

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