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Drohnen und Roboter: Ein Riesenpotenzial

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Drohnen und Roboter: Ein Riesenpotenzial

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Über unseren Köpfen spielt sich eine technologische Revolution ab: Drohnen sind im Anflug. Weltweit. Sie machen Fotos, verschaffen Überblick, transportieren, spähen, retten Leben. Auf der jüngsten CES Asia in Shanghai gaben die Hersteller einen Eindruck vom Entwicklungsstand. Noch haben die flotten Flieger nicht ihr ganzes Potenzial entfaltet. In Verbindung mit Roboter- und anderen Technologien dürfte die Industrie erst richtig abheben.

Michael Faro, CEO Mota: “In den kommenden zwei bis fünf Jahren werden wir die Verknüpfung mit Technologien aus Bereichen wie der Robotik und der Augmented Virtuality erleben. Das bedeutet, dass die Drohne dazu imstande sein wird, Dinge für uns zu tun. Ob das nun der Transport von Objekten ist, die Lieferung von Paketen oder einfach Vögel verscheucht werden. Ganz gleich, ob in der Landwirtschaft oder in der militärischen Nutzung. Dronen werden zum Einsatz kommen.”

Freien Flug für Lieferdrohnen?

Lieferdrohnen sind nach Ansicht von Experten die Zukunft der Paketzustellung. Kleine, autonome Roboter mit Stauraum, die das Päckchen direkt vor die Hautür bringen und damit die sogenannte letzte – und angeblich teuerste – Meile in der Lieferkette schließen. Einschlägige Internet-Lieferplattformen testen bereits, wie sich Waren künftig mit Drohnen zum Kunden zu bringen lassen. Dies könnte beispielsweise in ländlichen oder schwer zugänglichen Regionen zum Einsatz kommen.

Josh Gartner, JD.com: “Was wir versuchen ist, ländliche Gebiete zu erreichen, die über nicht so gute Infrastrukturen und Verkehrsnetze verfügen, was die Zustellung von Paketen erschwert mit Lastern erschwert. Mit Drohnen können wir diese Regionen überfliegen, die Waren direkt über den Dörfern abwerfen, die von dort aus verteilt werden. Die Menschen hüten sich vor neuen Technologien, insbesondere, wenn sie durch die Luft fliegen. Über größeren Städten ist das weitgehend verboten. Das ist einer der Gründe, warum wir uns auf die ländlichen Gebiete konzentrieren.”

Richtlinien und Regeln für mehr Sicherheit

Der kommerzielle und private Einsatz von Drohnen ist ein heißes Thema. Vielerorts wird über schärfere Regeln beziehungsweise Flugverbotszonen für Drohnen diskutiert. Die EU will mit neuen Richtlinien Wildwuchs im Luftraum verhindern. Damit es nicht zu Zusammenstößen zwischen Passagierflugzeugen und Flugobjekten kommt. Zusammenarbeit ist gefragt.

Douglas K. Johnson, Consumer Technology Association: “Sicherheit steht im Zentrum der Gespräche über Richtlinien und Regeln. Wir wissen, dass neue Technologien für mehr Sicherheit sorgen, wie das bereits im Straßenverkehr der Fall ist. Bei Drohnen geschieht das jetzt. Eine dieser Technologien ist das Geofencing, das Erstellen virtueller Grenzen, die die Zonen zu definieren, in denen eine Drohne fliegen darf. Wenn wir den aufstrebenden Markt für Drohnen betrachten, wissen wir, dass wir Regeln brauchen. Wir integrieren eine neue Technologie in den Luftraum. Wir brauchen ein Regelwerk, das für Sicherheit sorgt. Auch für die langfristige Planung und das Wachstum dieser Industrie ist das von großer Bedeutung.”

In Deutschland plant das Verkehrsministerium die Apassung der Luftverkehrsordnung. Drohnenflüge in Wohngebieten, über Bundesfernstraßen, Eisenbahnlinien, Unglücksorten, Einsatzgebieten der Polizei oder Industrieanlagen sollen verboten werden. Für den Betrieb gewerblicher Drohnen werden zukünftig luftrechtliche Kenntnisse vorgeschrieben.

Eindrücke von der jüngsten AERO Friedrichshafen:

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