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WHO besorgt: Welt nicht auf ZIKA-Ausbruch vorbereitet

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WHO besorgt: Welt nicht auf ZIKA-Ausbruch vorbereitet

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Das ZIKA-Virus beunruhigt die Weltgesundheitsorganisation WHO zusehends. Generaldirektorin Margaret Chan erklärte in Genf, inzwischen seien 59 Staaten betroffen. Auf eine globale ZIKA-Epedemie sei die Welt nicht vorbereitet. Eine Absage oder Verlegung der Olympischen Sommerspiele in Rio sei nicht erforderlich, riet Sportlern und Besuchern aber zu Vorsorgemaßnahmen.

“Je mehr wir über ZIKA wissen, desto beunruhigender ist es. Ich muss das wiederholen, das Risikoprofil von ZIKA hat sich in den vergangenen Jahren geändert”, erklärte Dr. Chan.

In Brasilien ist der Bundesstaat Rio de Janeiro besonders stark vom ZIKA-Virus betroffen. Die Überträgermücke Aedes aegypti gedeiht in dem heißen und feuchten Klima des Olympia Gastgebers besonders gut.



“Bekämpfungs- und Vorsorgemaßnahmen werden im Rahmen der öffentlichen Sicherheit ergriffen. Am Wichtigsten ist im Moment, dass Brasilien eine positive Botschaft an die Welt sendet”, beruhigt Sportminister Leonardo Picciani.

Zwar ist das Risiko sich bei einem Mückenstich während der Spiele mit dem ZIKA-Virus anzustecken, extrem gering. Aber das Virus wird vermutlich auch durch Geschlechtsverkehr übertragen und könnte sich so von Rio aus weltweit verbreiten. Besonders schlimm wäre das für Entwicklungsländer, denen die Ressourcen für eine Bekämpfung fehlen.

Inzwischen gilt es als erwiesen, dass das ZIKA-Virus Schädelfehlbildungen bei Ungeborenen verursachen kann. Die Babys werden dabei mit einem zu kleinen Kopf geboren, dies führt oft zu geistiger Behinderung. Das ZIKA-Virus wird in erster Linie durch den Stich infizierter Mücken übertragen. Aktuell verbreitet ist das Virus vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik.

Mehr zum Thema

Weltgesundheitsorganisation WHO: ZIKA Factsheet (englisch)

Ratschläge der Weltgesundheitsorganisation WHO für Besucher und Teilnehmer der Olympischen Spiele in Rio (englisch)

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