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ExoMars: Wo muss man das Leben auf dem Mars suchen?

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ExoMars: Wo muss man das Leben auf dem Mars suchen?

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“Space” verfolgt das ganze Jahr über die ExoMars-Mission. Bei unserer regelmäßigen Bestandsaufnahme fragten wir diesmal Jean-Pierre Bibring, einen der führenden europäischen Planetenforscher, wo er nach Leben auf dem Mars suchen würde. Er ist für eins der Instrumente zuständig, die die Proben untersuchen sollen, die der ExoMars-Rover sammeln wird.

“Mit ExoMars versuchen wir, herauszufinden, ob es auf dem Mars früh in seiner Geschichte Bedingungen gab, die wie auf der Erde wahrscheinlich zur selben Zeit Leben ermöglichten, ausgehend von Molekülen und Wasser, die von anderswo gebracht wurden.

Auf dem Mars gibt es zwei Polkappen. Er dreht sich in etwas mehr als 24 Stunden um diese Achse. Es gibt große Tiefebenen im Norden und große Hochplateaus im Süden, Plateaus voller Einschlagskrater von mehreren tausend Metern Höhe. Dazwischen gibt es eine Übergangszone, in der wir Gebiete finden, die noch älter sind als die Plateaus, die über vier Milliarden Jahre alt sind. Wir sind überzeugt, wenn es Leben auf dem Mars gab, dann muss man es dort suchen.

Die Hoffnung ist natürlich nicht, direkt auf ein Lebewesen zu stoßen. Aber selbst wenn wir Vorläufer der Lebewesen in Form von Makromolekülen fänden, wäre das schon bemerkenswert. Denn das hieße, dass das Leben robust genug war, um sich der Marsumwelt anpassen zu können.

Wundervoll am Mars ist, dass er im Gedächtnis behalten hat, wann das Leben möglicherweise entstehen konnte. Und das suchen wir mit ExoMars.”

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