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Gedenken an die Zwangsumsiedlung der Krimtataren

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Gedenken an die Zwangsumsiedlung der Krimtataren

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In der Ukraine ist der Zwangsumsiedlung der Krimtataren vor 72 Jahren gedacht worden. Vom 18. Mai 1944 an wurden zwischen 189.000 (Philipp Ther: Die dunkle Seite der Nationalstaaten: „ethnische Säuberungen“ im modernen Europa. Göttingen 2011, S. 136) und 240.000 (Orest Subtelny: Ukraine: A History. University of Toronto Press 2000, S. 483) Angehörige des Volksstammes in Züge verfrachtet und nach Mittelasien, vornehmlich in die Usbekische SSR, deportiert. Ihnen war vorgeworfen worden, mit den deutschen Besatzern kollaboriert zu haben. Tausende kamen ums Leben.

“Die Ukraine und die Welt dürfen nicht zulassen, dass sich die Tragödie der Krimtataren wiederholt. Die Krim war, ist und wird Teil der Ukraine sein. Ein krimineller Staat wird dazu gebracht werden, das zurückzugeben, was gestohlen wurde”, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko.

Der Triumph der krimtatarischen Sängerin Jamala beim Eurovision Song Contest hatte das Schicksal ihres Volkes ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

“Jamala hat den Wettbewerb gewonnen und hat damit eine Botschaft an Europa und die Welt geschickt: Ihr Sieg zeigt, dass Europa uns unterstützt”, so eine Krimtatarin.

Auf der Halbinsel selbst wurden von den Behörden offizielle Gedenkzeremonien abgehalten. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Krimtataren und andere Vertriebene 2014 per Erlass rehabilitiert.

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