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Flugzeugabsturz im Mittelmeer: Der Stand der Dinge

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Flugzeugabsturz im Mittelmeer: Der Stand der Dinge

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Die Passagiermaschine vom Typ Airbus A320 war am frühen Morgen zwischen Paris und Kairo vom Radar verschwunden. Ägyptens Luftfahrtminister Sherif Fatih erklärte in einer Stellungnahme, ein terroristischer Hintergrund sei als Ursache für den Absturz derzeit wahrscheinlicher als ein technischer Fehler. Ägyptens Ministerpräsident Sherif Ismail erklärte, es sei zu früh, um irgendeine Möglichkeit auszuschließen.

Flug MS804 war am Mittwochabend um 23:09 Uhr MEZ in Paris-Roissy mit Ziel Kairo gestartet. Die planmäßige Flugzeit beträgt rund vier Stunden. Eine halbe Stunde, bevor sie landen sollte, verschwand die Maschine von den Schirmen der Bodenstation, zu dem Zeitpunkt war sie rund 280 Kilometer von der ägyptischen Küste entfernt und befand sich in einer Höhe von circa 11.000 Metern. Wie Griechenlands Verteidigungsminister Panos Kammenos mitteilte, machte der Airbus vor dem Verschwinden von den Schirmen ungewöhnliche Bewegungen in der Luft und verlor stark an Höhe. So machte das Flugzeug demzufolge zunächst eine 90-Grad-Linkskurve und anschließend eine Rechtskurve. Einen Notruf der Besatzung gab es nicht.

An Bord der Maschine befanden sich EgyptAir zufolge 56 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder – insgesamt also 66 Menschen. 30 der Fluggäste waren Ägypter, zudem waren unter den Passagieren 15 Franzosen, zwei Iraker, ein Algerier, ein Saudi, ein Kuwaiter, ein Sudanese, ein Brite, ein Kanadier, ein Belgier, ein Portugiese und ein Tschader.

Der Airbus A320 war 13 Jahre alt und hatte seit seiner Einsetzung rund 48.000 Flugstunden absolviert. Der Flugkapitän der Unglücksmaschine war erfahren, er absolvierte in seiner Pilotenlaufbahn rund 6.300 Flugstunden. Nach Angaben des ägyptischen Luftfahrtministers Sherif Fatih war die Maschine in technisch einwandfreiem Zustand und hatte alle Kontrollen bestanden.

Am frühen Abend gab die Fluggesellschaft EgyptAir mit Bezug auf das Luftfahrt- sowie das Außenministerium dann bekannt, dass nahe der griechischen Mittelmeerinsel Karpathos Wrackteile der abgestürzten Maschine gefunden wurden.

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