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Ägypten: Überreste von abgestürztem Airbus gefunden

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Ägypten: Überreste von abgestürztem Airbus gefunden

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Das ägyptische Militär hat im Mittelmeer Wrackteile des abgestürzten EgyptAir-Flugzeugs gefunden. Die Teile und persönliche Gegenstände von Insassen seien rund 290 Kilometer nördlich der Küstenstadt Alexandria geortet worden. Das teilte ein Militärsprecher jezt auf Facebook mit. Derzeit würden die Suchmannschaften gezielt die zwei Flugschreiber der Maschine suchen.

EgyptAir bestätigte den Fund der Wrackteile im Internet. Die Airline drückte den Opfern und ihren Angehörigen ihr Beileid aus.

Die Flugschreiber

Ein Flugschreiber – auch Blackbox genannt – liefert Ermittlern wichtige Informationen zur Aufklärung von Flugunfällen. Er besteht aus dem Datenrekorder (Flight Data Recorder, FDR) und dem Stimmenrekorder (Cockpit Voice Recorder, CVR). Häufig ist die Blackbox in der Signalfarbe Orange gehalten. Das Gehäuse übersteht Abstürze aus großer Höhe und ist absolut wasserdicht.
Auf dem Stimmenrekorder sind Tonaufnahmen der Gespräche von Pilot und Co-Pilot sowie weitere Geräusche im Cockpit gespeichert. Der Datenrekorder zeichnet auf allen Flügen unter anderem Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe oder Neigungswinkel der Maschine auf. Er speichert GPS-Daten und gibt so Auskunft über den genauen Ort eines Unglücks – auch wenn die Trümmer später weit verstreut sind. (dpa)

Der 12 Jahre alte Airbus A320 mit dem Kennzeichen SU-GCC war in der Nacht zum Donnerstag mit 66 Menschen an Bord auf dem Flug von Paris nach Kairo, als er eine gute halbe Stunde vor der geplanten Ankunft vom Radar verschwand. Bislang gab es keine Hinweise auf Überlebende. An Bord der Maschine waren vorwiegend Ägypter und Franzosen. Deutschen, Schweizer oder Österreicher saßen nicht in dem Flugzeug.
Mitteilung von EgyptAir

Die Gründe des Absturzes sind weiter unklar. “Wir haben absolut keinen Hinweis auf die Ursache”, sagte Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault dem Sender France2. Es würden alle Möglichkeiten geprüft, bisher gebe es keine bevorzugte Hypothese. “Wir wollen die Wahrheit, die ganze Wahrheit”, betonte Ayrault.

Am Freitag trafen vier Luftfahrtexperten aus Frankreich zu Untersuchungen in Kairo ein, unter ihnen drei Mitarbeiter der französischen Behörde für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt. An der Suchaktion im Mittelmeer beteiligten sich auch Griechenland und Frankreich.


Mitteilung des Militärsprechers

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