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Hofer, der Wolf ohne Pelz

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Hofer, der Wolf ohne Pelz

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Er gilt als freundliches Gesicht der österreichischen Rechtspopulisten und gibt sich betont volksnah. Norbert Hofer fährt mit dem Fahrrad zum Einkaufen, erzählt von seiner Katze und ist ein Waffennarr.

Wenn es um die Flüchtlingspolitik geht, nennt er Migranten “Invasoren”. Er wünsche sich einen Zaun wie in Ungarn, damit die Flüchtlinge nicht nach Österreich kommen. Damit ist er ein eindeutiger Vertreter der Freiheitlichen Partei Österreichs, die in den letzten Jahren mit einem Anti-Islam-Kurs auf Stimmenfang ging.

Der 45-jährige Flugzeugtechniker gilt als enger Vertrauter des FPÖ-Parteichefs Heinz-Christian Strache, seine Gegner bezeichnen ihn gar als Straches Marionette. Nach politischen Anfängen im Burgenland wurde Hofer nach der Wahl 2006 Abgeordneter im österreichischen Nationalrat.

2005 stieg er in der FPÖ zum Mitglied des Bundesparteipräsidiums und des Bundesparteivorstandes auf, er wurde einer der Stellvertreter des Bundesparteiobmannes. 2013 wurde er in der konstituierenden Sitzung des Nationalrates zum Dritten Nationalratspräsidenten gewählt.

Der Vater von vier Kinder kann gut mit Menschen umgehen und brachte mit seinen Sprüchen bereits den ein oder anderen Gegner zum Schweigen – wie mit diesem: Man sage über ihn, er sei ein Wolf im Schafspelz. Das stimme nicht, er habe gar keinen Pelz.

Lachen können darüber seine vielen prominenten Gegner aus Theater, Fernsehen und Literatur wohl nicht, die sich fast geschlossen für den Grünen-Kandidaten als Bundespräsidenten einsetzten.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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