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Verhör des mutmaßlichen Paris-Attentäters: Abdeslam schweigt

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Verhör des mutmaßlichen Paris-Attentäters: Abdeslam schweigt

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Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam hat bei seiner ersten ausführlichen Befragung geschwiegen. Die Ermittler erhofften sich von dem 26-Jährigen Hinweise zu weiteren Anschlagsplänen und zu den Pariser Attentaten vom 13. November.

Der Franzose gilt als einziger Überlebender der Attentäter von Paris. Unklar ist, ob er Mitläufer oder Drahtzieher ist. Sein Anwalt Frank Berton erklärte, man müsse ihm Zeit geben: “Er hat versprochen, eines Tages zu sagen, was er getan hat, aber dieser Tag ist noch nicht gekommen. Das Wichtige ist, dass er eines Tages sprechen wird. Die Menschen können sagen, was sie wollen, dass die Mühlen der Justiz zu langsam mahlen z.B. Tatsache ist, dass er entscheidet, wann er Erklärungen liefert oder die Fragen des Richters beantwortet. Was zählt ist, dass er es eines Tages macht.”

Bei der Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt wurden 130 Menschen getötet. Der Anwalt Gerard Chemla vertritt mehrere Opfer. Er betonte: “Die Opfer wollen nicht, dass er ihnen Sachen sagt, sondern sie wollen ihm zeigen, was er angerichtet hat, was für Schmerzen und Leid er verursacht hat. Es geht ihnen nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit.”

Abdeslam ist im Gefängnis von Fleury-Mérogis in der Nähe von Paris in Isolationshaft untergebracht. Er wird zudem rund um die Uhr per Videokamera überwacht. Sein Anwalt will dagegen eine Beschwerde beim Justizministerium einreichen. Sein Mandant fühle sich beobachtet, und das seien keine guten Bedingungen.

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