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MH17-Absturz: Hinterbliebene verklagen Putin

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MH17-Absturz: Hinterbliebene verklagen Putin

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Familien der Opfer des abgestürzten Fluges MH17 haben Russland und Präsident Wladimir Putin verklagt. Die Klageschrift wurde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Die Familien fordern ein Schmerzensgeld von umgerechnet mehr als 6,4 Millionen Euro für jedes Opfer. Die Klage wurde australischen Medienberichten zufolge von 33 Angehörigen eingereicht. Acht stammen aus Australien, einer aus Neuseeland, der Rest aus Malaysia.

Russland erkennt Urteilte des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht an. Die Duma, das russische Parlament, hatte 2015 beschlossen, dass die Regierung Gerichtsurteile mißachten darf.

Kläger sehen russische Schuld als erwiesen an

Die Familien der Opfer werfen Russland vor, für den Abschuss der Maschine verantwortlich zu sein. Ein Anwalt der Kläger sagte, es gebe ausreichend Beweise dafür. Russland hat diese Vorwürfe immer zurückgewiesen.

Beim Abschuss des Flugzeugs mit der Flugnummer MH17 waren 2014 insgesamt 298 Menschen ums Leben gekommen. Das niederländische Amt zur Untersuchung von Flugzeugunglücken hatte im Oktober 2015 festgestellt, Flug MH17 sei von einer Buk-Rakete abgeschossen worden. Die Ukraine beschuldigt die von Russland unterstützen Separatisten in der Ostukraine der Tat. Russland hatte argumentiert, auch die Ukraine verfüge über Buk-Raketen. In der Ostukraine seien nie russische Soldaten eingesetzt worden.

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