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Österreich: Vorläufiges Endergebnis ohne Briefwähler sieht Hofer vorne

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Österreich: Vorläufiges Endergebnis ohne Briefwähler sieht Hofer vorne

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Das Ergebnis der Präsidentenstichwahl in Österreich wird erst am Montag Abend vorliegen. Nach Auszählung der in den Wahllokalen abgegebenen Stimmen liegen die beiden Kandidaten dicht beieinander. Der rechtspopulistische Norbert Hofer von der FPÖ kommt demnach auf 51,9 Prozent. Sein Gegenkandidat, der ehemalige Chef der Grünen in Österreich, Alexander Van der Bellen, kommt demnach auf 48,1 Prozent.

Nicht berücksichtigt sind dabei die Stimmen der etwa 800.000 Briefwähler – so viele wie noch nie in Österreich. Diese Stimmen werden erst am Montag ausgezählt. Eine Prognose, welcher Kandidat dabei am meisten profitieren wird, ist nicht möglich. Bei der ersten Wahlrunde vor vier Wochen hatte sich das amtliche Ergebnis nach Auszählung der Briefwahlstimmen noch spürbar verändert.

Die erste Runde der Wahlen hatte der FPÖ-Kandidat Hofer gewonnen. Sollte der 45-Jährige tatsächlich den Einzug in die Wiener Hofburg schaffen, wäre er das erste Staatsoberhaupt aus Reihen der Rechtspopulisten in Europa. Van der Bellen hatte demgegenüber einen ausdrücklich europafreundlichen Wahlkampf geführt und war von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterstützt worden.

Insgesamt waren 6,4 Millionen Bürger aufgerufen, den Präsidenten zu wählen. Amtsinhaber Heinz Fischer scheidet nach zwölf Jahren wie von der Verfassung vorgesehen aus dem Amt.

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