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Wirtschaftsfaktor Flüchtlingshilfe

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Wirtschaftsfaktor Flüchtlingshilfe

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Wie viel Geld genau aufgebracht werden müsste, um den Millionen von Flüchtlingen weltweit zu helfen, kann nur geschätzt werden. Die Vereinten Nationen gehen von mindestens 30 Milliarden Dollar aus.

“Die größte humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg hat auch eine wirtschaftliche Dimension. Deshalb fand im Rahmen des Weltnothilfegipfels in Istanbul eine Messe statt. Hier stellten Firmen aus, die das produzieren, was Flüchtlinge und Hilfsorganisationen brauchen”, sagt euronews-Türkei-Korrespondent Bora Bayraktar.

Unmittelbare Unterstützung geschieht oft durch Nahrungs- und Kleidungsausgaben. Doch es ist auch die Hilfe zur Selbsthilfe, die angebracht ist, sagt Αussteller Mikey Tomkins von der Organisation “Lemon Tree Trust”: “Es ist wichtig, über die reine Bereitstellung von Nahrung hinauszugehen und es Flüchtlingen zu ermöglichen, ihre eigenen Nahrungsmittel herzustellen.”

Doch wo viel Geld umgesetzt wird wie in der Flüchtlingshilfe, da ist auch Missbrauch, da versickern Mittel. Die Organisation “Small Projects Istanbul” setzt deshalb auf kurze Wege, wie deren Vertreterin Anna Tuson erläutert: “Wir haben eine Gemeinschaft für Handarbeiten aufgebaut, sodass die Menschen zu uns kommen können, um Produkte herzustellen: handgefertigte Taschen, Schmuck, verschiedene Utensilien. Wir verkaufen die dann, die Einnahmen gehen direkt an die Frauen.”

Aus eigentlich provisorischen Lagern, oft in Form von Zeltstädten, werden nicht selten ungewollt Dauerlösungen. Da ist es umso wichtiger, dass Maßnahmen gegen die Beschäftigungslosigkeit getroffen werden. Und darin steckt dann für den aufnehmenden Staat eine weitere wirtschaftliche Dimension.

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