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G7-Gipfel in Japan: Scharfe Worte aus Peking

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G7-Gipfel in Japan: Scharfe Worte aus Peking

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Die Welt blickt auf den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen (G7) im japanischen Ise-Shima. Seit Monaten haben Regierungsbeamte und Minister die Beschlüsse und Diskussionen vorbereitet. Der Gipfel hat noch kaum begonnen, da kommen bereits scharfe Töne aus Peking. China hat die sieben großen Industrienationen aufgefordert, sich aus seinen Inselstreitigkeiten im Südchinesischen Meer herauszuhalten. “Um nicht überflüssig zu werden und sogar den Frieden und die Stabilität in der Welt negativ zu beeinflussen, sollte sich die G7 um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen und Konflikte anzufachen”, schrieb die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag zum Auftakt des Gipfels. Während die G7-Staaten in Japan tagen, lud Peking die internationale Presse ein, um die chinesische Seite der Inselstreitigkeiten klarzumachen.

Der Gipfel in Japan begann mit dem Besuch des Ise-Schreins. Der Besuch der G7-Chefs gilt als symbolisch bedeutend für Japans rechtskonservativen Ministerpräsident Shinzo Abe, der Japans traditionelle Werte wiederbeleben und den Patriotismus im Land stärken will.

Unser Korrespondent James Franey vor Ort in Ise-Shima sagt: “Heute ist der erste Tag des G7-Gipfels hier in Japan und die Teilnehmer werden hauptsächlich über die globale Wirtschaft sprechen.

Sie sind besorgt über die Verlangsamung in China, wo es in den vergangenen zwei Jahrzehnten explosives Wachstum gab.

Japan wird versuchen, die anderen davon zu überzeugen, dass die Staatsausgaben erhöht werden müssen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Hier gibt es schon Gegenwehr von Deutschland, das sagt, man könne nicht seinen Weg aus Schulden durch Geldausgeben gehen.

Was die Ukraine und Syrien angeht, da wird es schwierig sein, denn Russland sitzt nicht einmal mit am Tisch.

Japan liegt viel daran, dass in der Abschlusserklärung China zurechtgewiesen wird, was die Streitigkeiten im südchinesischen Meer angeht. China steht zwar nicht auf der Gästeliste, aber sehr wohl weit oben auf der Themenliste.”

Ein Fakt am Rande: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat ausnahmsweise ihren Gatten mit nach Japan gebracht:

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