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Großbritannien: Neues Futter für die Einwandererdebatte

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Großbritannien: Neues Futter für die Einwandererdebatte

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Mitten in der heißen Phase vor der Entscheidung über Großbritanniens EU-Zukunft (oder eben nicht-EU-Zukunft) in einem Monat wurden die Netto-Einwanderungszahlen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Dem Nationalen Statistikamt zufolge stammten 184.000 der insgesamt 333.000 Migranten im Jahr 2015 aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Genau dieses Thema wird im Vereinigten Königreich nicht erst seit der Aussicht auf eine Volksbefragung leidenschaftlicht diskutiert.

Landwirt Guy Poskitt aus der Grafschaft Yorkshire ist auf die Einwanderer angewiesen, sagt er. “Leider finden wir nicht genug einheimische Arbeitskräfte. Wir haben viele gute einheimische Angestellte, finden aber nicht genug von ihnen. Wir müssen Arbeitskräfte aus dem Ausland anheuern, um die Wünsche unserer Kunden erfüllen zu können.”

Viele von Poskitts Angestellten stammen aus Polen oder dem Baltikum: Wie Marika Rudik-Mis. Ihre Heimat ist Estland. “Wenn ich die Anzahl der osteuropäischen Angestellten auf diesem Hof betrachte, würde man die Produktion nicht mal zur Hälfte aufrechterhalten können, wenn von denen morgen keiner mehr zur Arbeit käme”, meint Rudik-Mis.

Die Befürworter eines Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union argumentieren, im Falle einer Loslösung von Brüssel werde man die Einwanderungspolitik den jeweiligen Bedürfnissen der britischen Wirtschaft anpassen.

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