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Normandie-Quartett engagierte sich für Freilassung von Sawtschenko

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Normandie-Quartett engagierte sich für Freilassung von Sawtschenko

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Die Begnadigung der ukrainischen Kampfpilotin Nadija Sawtschenko durch Kremlchef Putin hat Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland gemacht. Laut Sawtschenkos Anwälten wurde der Austausch gegen zwei mutmaßliche russische Soldaten bei einem Telefonat der Regierungschefs des Normandie-Quartetts – Deutschland, Frankreich, Russland, Ukraine – vereinbart.

“Nadija hat sich entschieden selber kein Gnadengesuch einzureichen. Sie hat uns auch die nötigen Papiere geschickt, die uns verbieten sie durch ein Gnadengesuch freizubekommen. Die entscheidende Rolle bei ihrer Befreiung hat Putin gespielt. Aber es waren die Staatschef des Normandie-Quartetts, die ihn beeinflusst haben,” sagte Sawtschenkos Verteidiger Mark Feygin.

Sawtschenko hat den Vorwurf des Mordes an zwei russischen Journalisten immer zurückgewiesen. Die 35-jährige war am Mittwoch nach fast zwei Jahren Haft in ihre Heimat zurückgekehrt- als Nationalheldin.

Der Politologe Volodymyr Fesenko meint darun: “Einige Politiker und Parteien werden versuchen Sawtschenko für ihre Zwecke zu benutzen. Während sie in Russland war, ist sie zu einem Symbol für die ukrainische Ausdauer und den Nationalstolz geworden. All dies hat Nadija Sawtschenko ein großes politisches Potential gegeben. Und das wird jemand ausnutzen wollen.”

Unsere Euronews-Korrespondetin in Kiew, Maria Korenyuk, erklärt: “Die Befreiung von Nadija Sawtschenko passierte kurz vor dem Beginn des G7-Gipfels in Japan. Eines der wichtigen Themen dort sind die Sanktionen gegen Russland. Allerdings haben die G7-Regierungschefs bereits klar gemacht: die Freilassung der ukrainischen Pilotin reicht nicht aus, um die Sanktionen aufzuheben. Dies kann nur geschehen, wenn das Minsker Abkommen vollständig umgesetzt wird.”

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