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USA: Atomstreitkräfte nutzen Uralt-Computer und Floppy-Disks

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USA: Atomstreitkräfte nutzen Uralt-Computer und Floppy-Disks

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Die USA sind das Hightech-Land Nummer eins auf der Welt. Wiege von Firmen wie Microsoft, Apple oder facebook. Nur die Regierung scheint nicht immer so recht hinterher zu sein, was den technischen Fortschritt angeht. Wie der US-Rechnungshof (GAO) jetzt feststellte, nutzen viele Behörden und andere Regierungsstellen veraltete Computer. Darunter auch niemand anderes als die Atomstreitkräfte der USA höchstselbst.

Das Kommando- und Kontrollsystem im Verteidigungsministerium, das für die Atomraketen zuständig ist, läuft auf alten IBM-Rechnern der Serie 1. Diese stammen aus den Siebzigerjahren und funktionieren noch mit Floppy-Disks. Eine Sprecherin des Pentagon sagte, in naher Zukunft werde sich daran auch nichts ändern, weil das System noch funktioniere. Bis 2017 sollen allerdings die Floppy-Laufwerke ausgetauscht werden. Und für Ende 2020 ist dann auch eine Modernisierung des gesamten Systems geplant.

Der Rechnungshof bemängelt allerdings weniger etwaige atomare Risiken. Sein Hauptanliegen: Die alte Technik verursacht schlicht zu hohe Kosten.

Hier gelangen Sie zum Bericht des Rechnungshofs

Die Floppy-Disk

Disketten, auch “floppy disks” genannt, waren als Speichermedium aus den Anfängen des Computerzeitalters nicht wegzudenken – allerdings mit stark begrenzter Kapazität. Klein, unempfindlich und flexibel wurde seit Ende der 1990er Jahre neben CD und DVD vor allem der USB-Stick zum vorherrschenden Speichermedium.

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