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Zehntausende demonstrieren in Frankreich gegen Arbeitsmarktreform

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Zehntausende demonstrieren in Frankreich gegen Arbeitsmarktreform

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Am heutigen Aktionstag in Frankreich sind in Paris zehntausende Menschen gegen die geplante Arbeitsmarktreform der Regierung auf die Straße gegangen. Wegen des Streiks kam es auch im Bahnverkehr und am Flughafen Paris-Orly zu Störungen, und die Blockaden von Raffinerien und Atomkraftwerken gehen weiter. Nur so könne man sich Gehör verschaffen, meinen die französischen Gewerkschaften.

“Wir haben einen Premierminister, der auf seinem Standpunkt beharrt. Valls meint zwar jetzt, dass man an dem problematischsten Artikel des Gesetzes nachbessern kann, doch Grundlegendes will er nicht ändern. Also ist unsere Antwort: Nein! Der Konflikt dauert an, bis der Premierminister zurückrudert”, so der Generalsekretär der Gewerkschaft Force Ouvrière Jean-Claude Mailly.

“Mehr als 70 Prozent der Franzosen sind laut Umfragen gegen dieses Gesetz. Das zeigt doch, dass wir im Gegensatz zu dem was die führenden Politiker sagen, weder eine Minderheit noch irgendeine Sekte sind.” meint der schnauzbärtige Arbeiterführer Philippe Martinez von der Gewerkschaft CGT.

Am Rande der Demonstration in Paris kam es erneut zu vereinzelten Ausschreitungen. Geschäfte und eine Polizeistatione wurden demoliert, die Polizeikräfte setzen Tränengas ein und verhaftete mindestens 31 Demonstranten. 9 Menschen wurden verletzt, darunter 4 Polizisten.

Die Kraftprobe zwischen der französischen Regierung und den Reformgegner geht also weiter. Zwei Wochen vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft schürt die Zuspitzung des Konflikts die Sorgen vor einer Lähmung des Landes.

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