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«Dschungel von Calais»: 40 Verletzte bei Massenschlägerei in französischem Flüchtlingscamp

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«Dschungel von Calais»: 40 Verletzte bei Massenschlägerei in französischem Flüchtlingscamp

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Bei einer Massenschlägerei im Flüchtlingscamp von Calais in Frankreich sind 40 Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten und fünf Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. 200 bis 300 Migranten aus Afghanistan und dem Sudan sind aufeinander losgegangen, unter anderem mit Stöcken und Steinen bewaffnet. 260 Polizisten schritten ein, um die Auseinandersetzung zu beenden.

Die Schlägerei begann am Donnerstagnachmittag während der Essensausgabe in einem Tageszentrum, das die Hilfsorganisation Vie Active im Auftrag des Staates betreibt. Später wurden auch mehrere Unterkünfte in der Zelt-und Barackensiedlung angezündet.

Der sogenannte «Dschungel von Calais» war vor zwei Monaten von den Behörden teilweise geräumt worden. Trotzdem hausen weiterhin um die 4000 Menschen hier, unter teilweise elenden Lebensbedingungen – und es werden wieder mehr.

Laut Mitarbeitern von Hilfsorganisationen war es nicht der erste Vorfall dieser Art, doch in der Regel könnten solche Situationen von den Freiwilligen geschlichtet werden. Bereits im März wurden 19 Migranten verletzt, ebenfalls bei einer Auseinandersetzung zwischen Afghanen und Sudanesen.

Die Grenzen von Großbritannien, das nicht Mitglied im Schengen-Raum ist, werden schon in Calais kontrolliert. Deswegen sammeln sich
seit Jahren Tausende von Flüchtlingen in der französischen Hafenstadt. Sie versuchen, auf Lastwagen zu klettern, um so mit Fähren oder Zügen illegal nach Großbritannien zu gelangen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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