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Highlights vom Filmfestival in Cannes

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Highlights vom Filmfestival in Cannes

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Glanz und Glitter auf der Croisette sind versiegt, Zeit für einen kleinen Rückblick auf einige der diesjährigen Filmperlen des Festivals von Cannes. Hoffentlich gefallen Ihnen diese Filme ebenso gut!

“Clash” von Mohamed Diab (noch ohne Termin)

Beginnen wir mit Clash, dem packenden Kammerspiel des engagierten ägyptischen Filmemachers Mohamed Diab, der uns 2010 den Streifen Kairo 678 bescherte.

Der Eröffnungsfilm der Nebenreihe “Un Certain Regard”, wirft den Blick zurück auf die Unruhen im Juli 2013 nach dem Militärputsch gegen Präsident Mursi. Muslimbruderschaft-Anhänger und -gegner, die bei Demonstrationen wahllos aufgegriffen werden, finden sich in einem Polzeiwagen wieder. Starke Schauspieler und eine eindrucksvolle Kameraführung sorgen für packende Kinomomente.

“Wrong Elements” von Jonathan Littell (noch ohne Termin)

Der mit Frankreichs wichtigstem Literaturpreis Prix Goncourt ausgezeichnete amerikanisch-französische Autor Jonathan Littel, stellte in Cannes sein Dokumentarfilm-Debüt Wrong Elements vor.

Ein nachdenklicher Blick auf das Leben ehemaliger Kindersoldaten in Uganda, junge Erwachsene, die als Kinder zu Tötungsmaschinen dressiert, von Opfern zu Tätern gemacht wurden. Die Stärke des Films liegt in der Art und Weise, wir er diesen Überlebenden das Wort gibt ohne einzugreifen. Auch wenn er beim Schnitt an manchen Stellen etwas hätte gestrafft werden können.

“Toni Erdmann” von Maren Ade (Filmstart 14. Juli)

Auf dem Festival, das in diesem Jahr weder vor Gewaltexzessen oder gar Kannibalismus zurückschreckte, sorgte Maren Ades Tony Erdmann für viele Lacher mit einer willkommenen Dosis Humor.

Der Film erzählt von Winifred, einem geschiedenen Lehrer mit einem Faible für schräge Witze, der beschließt, unerwartet in das Leben seiner arbeitssüchtigen Tochter zu platzen. Trotz seiner Länge, enthält der Film viele unschätzbare Momente, die ebenso witzig, wie bewegend sind. Man lacht Tränen, vor Freude oder Trauer – oder beides.

“The Handmaiden” von Park Chan-wook (noch ohne Termin)

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf einen unserer Cannes-Lieblinge, den koreanischen Regiemeister Park Chan-wook und seinen exquisiten Film The Handmaiden – eine historische Romanze, gespickt mit lesbischer Erotik, Humor und Horror.

Der Film basiert auf dem Roman “Fingersmith” von Sarah Waters und spielt im Korea der 1930er Jahre. Im Zentrum der Handlung steht die hypnotisierende Beziehung zwischen einer reichen Frau und ihrer Bediensteten. Beide werden von einem Hochstapler manipuliert.

Der Regisseur des Kultstreifens “Oldboy” serviert eine ehrgeizige und hoch unterhaltsame Dreiecksgeschichte, bei der am Ende die Liebe siegt, aber nicht unbedingt so, wie erwartet.

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