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USA: Zieht Trump doch ins Weiße Haus ein?

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USA: Zieht Trump doch ins Weiße Haus ein?

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Donald Trump hat auf seinem Weg ins Weiße Haus eine wichtige Hürde genommen: Nach Angaben verschiedener Medienberichte überschritt er die Schwelle von 1237 Delegierten, die für eine Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten nötig sind. Inzwischen hat Trump keine weiteren Gegenkandidaten mehr, so dass seine Nominierung immer wahrscheinlicher wird. Offiziell wird der Kandidat erst im Juli beim republikanischen Parteitag in Cleveland gekürt.

Bei seinem jüngsten Auftritt in Bismarck, im US-Bundesstaat North Dakota, machte er erneut mit Attacken gegen seine politischen Gegner von sich reden. So teilte er dieses Mal gegen Präsident Obama aus.

Doch was genau ist Trumps Vision für die Vereinigten Staaten?

An oberster Stelle steht sein Land – er will den USA wieder zu Reichtum und Wohlstand verhelfen: Protektionismus der eigenen Wirtschaft, mehr Wettbewerb und niedrige Steuern für Unternehmen.

Außenpolitisch beschränkt sich Trump auf Parolen. So etwa, wenn es um die Beziehung zwischen den USA und Israel geht. Erst kürzlich, bei seiner Rede vor dem Amerikanisch-israelischen Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten nannte er den Atom-Deal mit dem Iran ein Desaster, das rückgängig gemacht werden müsse. Jerusalem will er nach seinem Wahlsieg als israelische Hauptstadt anerkennen: “Wir werden die amerikanische Botschaft in die ewige Hauptstadt der jüdischen Bevölkerung, nach Jerusalem, verlegen.”

China unter Druck setzen

Trump fühlt sich auch bereit, mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong-Un zu sprechen. Gleichzeitig greift er China an. Peking müsse unter Druck gesetzt werden, die “Freihandelsdeals” müssten eingeschränkt-, chinesische Produkte höher besteuert werden.

Mit Kim Jong-Un möchte Trump persönlich sprechen: “Ich würde mit ihm sprechen. Ich habe kein Problem damit. Gleichzeitig würde ich den Druck auf China erhöhen. Wir haben viel Macht über China. China kann dieses Problem mit einem Anruf lösen.”

Gemeinsam mit Russland gegen den sogenannten Islamischen Staat

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin spricht Trump offen seine Bewunderung aus, gemeinsam mit Russland solle man gegen den sogenannten Islamischen Staat vorgehen. Auch die Staaten des Nahen Ostens sollen sich stärker gegen islamistischen Terror stellen.

Klimaschutz unwichtig, Pariser Abkommen unfair

Der Klimawandel und das Pariser Abkommen nehmen einen vergleichsweise geringen Stellenwert auf Trumps Agenda ein. Er sei unfair gegenüber den USA, er fordert Neuverhandlungen:
“Ausländische Bürokraten würden kontrollieren, was wir auf unserem Land in unserem Land machen. Auf keinen Fall! Wir werden uns nicht dem Pariser Klima-Abkommen unterordnen.”

Zwar riskiert Trump mit sexistischen Äußerungen gegenüber Frauen und Respektlosigkeiten gegenüber der hispanischen Bevölkerung einen gewichtigen Teil der Wählerstimmen, doch Umfragen legen nahe, dass es ihm im Rennen um die nächste Präsidentschaft doch gelingen könnte, Hillary Clinton zu schlagen.

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