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Krise in Venezuela: Lufthansa setzt Flüge nach Caracas aus

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Krise in Venezuela: Lufthansa setzt Flüge nach Caracas aus

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Wegen der Krise in Venezuela setzt die Lufthansa ihre Flüge in das südamerikanische Land vorerst aus.

Wie ein Sprecher mitteilte, werden die Verbindungen von Caracas nach Frankfurt am Main ab dem 18. Juni eingestellt.

Als Grund gab das Unternehmen einen Rückgang der Nachfrage über die vergangenen 18 Monaten an. Zudem dürften Einnahmeverluste wegen der Rekord-Inflation im Land eine Rolle spielen: Der offizielle Wechselkurs liegt bei einem Dollar zu 10 Bolívar – auf dem Schwarzmarkt erhält man für einen Dollar dagegen bis zu 900 Bolívar.

Venezuela steckt wegen der niedrigen Ölpreise in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Bevölkerung leidet unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten. Auch Strom ist knapp.

Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolas Maduro hatte den seit Januar geltenden Ausnahmezustand zuletzt verlängert.

Per Regierungsdekret schränkte er die Rechte des Parlaments ein, ihm selbst und dem Militär räumte er unter Verweis auf die Wirtschafts- und Versorgungskrise des Landes jedoch Sonderbefugnisse ein.

Die Opposition versucht, den Staatschef per Referendum abzusetzen und hat dafür nach eigenen Angaben bereits 1,8 Millionen Unterschriften gesammelt.

Bei Verhandlungen in der dominikanischen Republik versuchen Vertreter der Regierung und der Opposition auch die politische Krise zu entschärfen.

Als Vermittler tritt unter anderem der frühere Ministerpräsident Spaniens, José Luis Rodríguez Zapatero auf.

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