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"Der Einsatz hat sich ausgezahlt": Erleichterung bei Opfern nach Schulspruch Habrés

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"Der Einsatz hat sich ausgezahlt": Erleichterung bei Opfern nach Schulspruch Habrés

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Für die Opfer und Zeugen ist der Schuldspruch für Hissene Habré eine späte Genugtuung. Mehr als 100 Menschen hatten während der Gerichtsverhandlung von den Gräueltaten des Geheimdienstes unter der Herrschaft des ehemaligen Präsidenten berichtet.

Clement Abaifouta ist der Präsident einer Opfervereinigung: “Hissene Habré hat nie geglaubt, eines Tages mal vor Gericht zu stehen. Wir haben gekämpft und der Einsatz hat sich ausgezahlt”.

Fatime Thiangdoum an die Folterungen am eigenen Leib erlebt: “Alles, was mich interessiert, ist, dass Hissene Habré schuldig gesprochen wird, es geht mir nicht um die Entschädigung. Die kommt dann später.”

Habré hat die Taten, für die er nun verurteilt wurde, stets geleugnet. Wie sein Anwalt Ibrahim Diawara erklärte, war der Schuldspruch für die Verteidigung eine Überraschung: “Wir sind sehr enttäuscht. Mit allem, was wir während des Prozesses erreicht haben, wie wir die Unschuld von Präsident Habré bewiesen haben, dem man falsche Anschuldigungen machte, haben wir einen Freispruch erwartet.”

“Das Urteil setzt ein sehr klares Zeichen gegenüber allen Machthabern in Afrika, sowie denjenigen, die nach Macht streben”, so der Opferanwalt Assane Dioma Ndiaye. “Heutzutage kann man mit massiven Menschenrechtsverletzungen nicht ungestraft davon kommen oder ruhig schlafen”.

Die Vereinten Nationen bezeichneten die Verurteilung Habrés als historisch.

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