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Verhüllungskunst in Paris: Und plötzlich ist die Pyramide weg

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Verhüllungskunst in Paris: Und plötzlich ist die Pyramide weg

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Stell Dir vor Du stehst vorm Louvre, und plötzlich ist die Pyramide weg. Der französische Streetart-Künstler JR lässt die Glasstruktur verschwinden. Zumindest rein optisch Dank eines geschickten Verhüllungstricks: Eine riesige Schwarz-Weiß-Fotografie des Louvre klebt auf der Glasfassade der Pyramide.

JR: “Die einzige Möglichkeit, die Pyramide verschwinden zu lassen, war mit der Architektur zu spielen, damit sie aus einem bestimmten Blickwinkel, wie durch Zauberhand, von der Bildfläche verschwindet, aus anderen Blickwinkeln betrachtet ein völlig neues Aussehen hat. Die Leute machen Fotos, und je nachdem, wo sie stehen, machen sie ein völlig anderes Bild.”

Seit über zehn Jahren verwirklicht JR spektakuläre Fotoprojekte in aller Welt. “Women are Heroes” hieß eine Kunstaktion mit Frauenporträts auf den Häusern einer Favela in Rio de Janeiro. Auch Berliner Fassaden und das Pariser Panthéon hat er bereits verwandelt. Bis zum 27. Juni ist sein neuestes Werk in Paris zu bewundern

Kunst statt Liebesschlösser auf Brücke

Nicht weit vom Louvre entfernt wird eine andere Pariser Touristenattraktion derzeit zum Schauplatz für Kunst. Auf der Fußgängerbrücke Pont des Arts hat der Künstler Daniel Hourdé seine scherenschnittartigen Skulpturen aufgestellt. “La passerelle enchantee” – die verzauberte Brücke – heißt seine Installation.

Daniel Hourdé: “Meine Bäume ähneln der Brücke, sind aus Eisen und Stahl. Es sind riesige Bäume aus Stahl geschnitten, die auf gewisse Weise die Landschaft widerspiegeln und leicht vibrieren. Und zwischen diesen Bäumen befinden traditionellere Skulpturen, Menschen in unterschiedlichen Stellungen, die an Figuren der Mythologie erinnern.

Weltbekannt und beliebt war die Brücke wegen der vielen Liebesschlösser, die Touristen dort jahrelang hinterließen. Weil die Struktur jedoch unter der Last einzustürzen drohte, wurden die Schlösser im vergangenen Jahr entfernt und verboten. Nun darf die Kunst hier wohnen. Noch bis zum 12. Juni.

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