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Istanbul: Ausschreitungen bei Protesten am Gezi-Jahrestag

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Istanbul: Ausschreitungen bei Protesten am Gezi-Jahrestag

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Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste in Istanbul haben Hunderte Menschen in der türkischen Stadt gegen die Staatsführung protestiert. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot präsent, um die Demonstranten am Zugang zum Gezi-Park zu hindern. Das Gelände war zuvor abgeriegelt worden. Mehrere Demonstranten wurden verhaftet.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Montag angesichts der Ausschreitungen bei Demonstrationen in Frankreich die dortige Polizei kritisiert. Zudem warf er europäischen Medien vor, vor drei Jahren über die Gezi-Proteste berichtet zu haben, aber jetzt die Polizeigewalt in Frankreich herunterzuspielen – eine Farce, so die Demonstrantin Fadime Kavak: “Ich grüße den Präsidenten von hier als Bürgerin. Es ist schwierig, dass er die Polizei in Frankreich und ihr Verhalten gegenüber der Bevölkerung kritisiert und uns dann heute so behandelt. Er widerspricht sich selbst. Wir verstehen nicht, warum er Angst davor hat, uns in den Park zu lassen.”

Die Gezi-Proteste 2013 waren der Beginn landesweiter Demonstrationen gegen die Regierung. Der damalige Ministerpräsident Erdogan ließ die Proteste von der Polizei niederschlagen. Mehrere Menschen kamen damals ums Leben, darunter ein Polizist.

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