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Die Flucht vor der Flut

Durch die Unwetter in Deutschland sterben vier Menschen.

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Die Flucht vor der Flut

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Land unter in Paris. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen regnete es in einem Monat Mai in Paris so viel wie in diesem Jahr. Die Seine trat über die Ufer. Es wurde ein Pegelstand von fast 3,50 gemessen – normal im Winter, höchst selten mitten im Frühling.

Heftige Regenfälle führten auch in weiteren Teilen Nordfrankreichs, Deutschlands und Belgiens zu Überschwemmungen. Ein französisches Gefängnis musste geräumt werden.

Die A10 von Paris nach Bordeaux stand bei Orléans völlig unter Wasser. Autobahnen und Schnellstraßen wurden gesperrt.

An der französisch-belgischen Grenze regnete es innerhalb von 24 Stunden soviel wie normalerweise in sechs Wochen. Dutzende Dörfer waren überflutet.

Ein ähnliches Bild bot sich in Prag, wo sich Touristen vor den Wassermassen in Sicherheit brachten. Durch starke Regenfälle waren Zugverbindungen zwischen Tschechien und Deutschland zweitweilig gesperrt.

In Süddeutschland kamen bei den Unwettern vier Menschen ums Leben. In Schwäbisch Gmünd wurden nach mehreren Stunden Suche zwei Männer tot geborgen. Sie waren in einer Bahnunterführung von den Wassermassen in einen Schacht gesorgen worden. Eine 13-Jährige wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde von einem Zug erfasst.
Im Norden und Osten von Baden-Württemberg gelang es Feuerwehr und Polizei, 520 Menschen in Sicherheit zu bringen.

Am Dienstag fanden bei den French Open in Paris von 10 geplanten Tennis-Matchen nur zwei statt. Am Montag war zum ersten Mal in den vergangenen 16 Jahren ein ganzer Spieltag ausgefallen.

Ein Rückzieher wegen heftiger Regenfälle war nicht immer möglich, sodass zahlreiche Hochzeiten im Wonnemonat Mai buchstäblich ins Wasser vielen. Trotz trüber Aussichten gibt es eine gute Nachricht: Experten schließen eine Hitzewelle für diesen Sommer aus.