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Retrospektive Christine Sprengler: L'Opera du Monde

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Retrospektive Christine Sprengler: L'Opera du Monde

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1979 war dieses Foto das Presseereignis. Die Welt entdeckte die Realität in der Islamischen Republik Iran.

Trotz Verbots: die Journalistin Christine Sprengler hatte – selbst verschleiert – Aufnahmen iranischer Frauen gemacht. Sie erzählt:“Ein Mann hätte sich nicht unter einem Schleier verbergen können, ohne als Spion angeklagt zu werden. Für mich war dies einfach.”

Für die junge Reporterin ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Sprengler erinnert sich:“Diese Serie wurde sofort in Paris Match veröffentlicht. All diese Frauen trugen eingewickelte Babys, die wie ägyptische Mumien mit Khol geschminkt waren – sodass man nicht sagen konnte, ob sie noch lebten.”

Heute ist ihr Zuhause angefüllt mit Bildern und Objekten aus ihrem Leben. Ihr Anspruch hat sich verändert. Sie gibt sich barock, extravagant und beansprucht noch immer Journalist zu sein.“Ich bin noch immer eine engagierte Frau und thematisiere Trauer und Schmerz in schwarzweiß und die Schönheit der Welt in flammenden, bunten Farben, die ich mir in den Kriegsjahren verboten hatte.”

Eine Nikon war Christine Sprenglers steter Begleiter. Die Werke, die sie mit ihr schuf, sind nun im Maison Europeenne de la Photographie in Paris zu sehen. Bilder der Dramen in Nordirland, Kambodscha und des Mittleren Ostens. Der Titel : L´Opera du Monde – die Oper der Welt.

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