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Kampf um Falludscha: 50.000 Zivilisten in Gefahr

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Kampf um Falludscha: 50.000 Zivilisten in Gefahr

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In der schwer umkämpften irakischen Stadt Falludscha sind rund 50.000 Menschen eingekesselt. Dem norwegischen Flüchtlingsrat zufolge bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an. Es fehle an Medikamenten, Essen und Trinkwasser. Die Familien seien im Kreuzfeuer gefangen und hätten nicht die Möglichkeit zu fliehen.

Falludscha wird seit fast zweieinhalb Jahren vom sogenannten Islamischen Staat kontrolliert. Die irakische Armee versucht, die Stadt zurückzuerobern.

Knapp 500 Familien ist die Flucht gelungen. Sie sind in einem Camp, 30 Kilometer von Falludscha entfernt. Von hier aus sind die Gefechte immer noch zu hören. Suad ist mit ihrem Mann und sechs Kindern geflohen. Sie erzählt: “Das Leben ist sehr hart. Wir haben sehr viel Elend und Zerstörung erlebt und unter Hunger gelitten. Drei Monate lang konnte ich nicht laufen. Ich musste meine verletzten Kinder zurücklassen. Meine anderen Kinder und ich waren dazu gezwungen, Tierfutter zu essen. Wir haben unser Haus verlassen und die ganze Zeit fielen Bomben.”

Dutzende Familien werden mit Bussen an einen sicheren Ort gebracht. Das UN-Kinderhilfswerk ist besorgt. Rund 20.000 Kinder sind noch in Falludscha. Es bestehe die Gefahr, dass sie von IS-Kämpfern zwangsrekrutiert oder von ihren Familien getrennt würden. Eine Frau sagt: “Wir wurden drei Jahre lang in Falludscha festgehalten. Wir aßen verdorbene Lebensmittel und verfaulte Datteln. Jetzt sind wir obdachlos. Aber wir sind froh, rauszukommen und in Sicherheit zu sein.”

Der UN zufolge, bringt die Terrormiliz IS die Zivilisten verstärkt ins Zentrum der Stadt. Man befürchtet, dass die Familien bei einer Auseinandersetzung als menschliche Schutzschilder benutzt werden.

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