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Opec lebt und ist weiterhin uneinig

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Opec lebt und ist weiterhin uneinig

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In Wien sind die Ölminister der Organisation erdölexportierender Länder, kurz: Opec, zusammengekommen. Eines der Top-Themen: Eine mögliche Deckelung der Ölfördermengen. Der neue saudische Ölminister Chalid al-Falih sagte, man sorge sich um die langfristige Stabilität des Marktes. Eine Einigung gab es allerdings nicht. Speziell der Iran sperrt sich gegen eine Deckelung. Teherans Ölminister Bijan Namdar Zanganeh sprach sich allerdings für Länderquoten aus. Ohne solche Quoten sei die Diskussion über eine generelle Produktionsobergrenze sinnlos.

Der Verfall des Ölpreises hat die Opec zuletzt unter Druck gesetzt. Die Organisation gilt als zerstritten. Der scheidende Opec-Chef Abdallah Salem el-Badri widersprach allerdings Gerüchten, das Kartell gehen dem Ende entgegen.

“Glauben Sie nur nicht, dass die Opec tot ist. Die Opec lebt. Und sie wird ein sehr wichtiger Bestandteil der Weltwirtschaft sein.”

Neuer Generalsekretär der Organisation wird der Nigerianer Mohammed Barkindo. Darauf einigten sich die Minister jetzt in Wien. Barkindos Vorgänger el-Badri leitet die Opec seit 2007, seine reguläre Amtszeit war seint Jahren überschritten. Barkindo beginnt sein Amt im August. Er wurde zunächst für drei Jahre gewählt.

Nachdem sich die Opec jetzt nicht auf eine Förderbeschränkung einigen konnte, gaben die Ölpreise wieder nach. Die Preise für Ölsorten aus Europa und den USA lagen bei um die 49 Dollar das Barrel. Vor zwei Jahren gab es noch mehr als 100 Dollar für ein Fass. Einige Opec-Länder wollten mit einer Ölschwemme US-Unternehmen unter Druck setzen, die mit der kostspieligen Fracking-Methode Schieferöl fördern.

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