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Armenien-Resolution: Türkei zieht Botschafter ab

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Armenien-Resolution: Türkei zieht Botschafter ab

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Als unmittelbare Reaktion auf die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags hat der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim den türkischen Botschafter zu Konsultationen nach Ankara zurückgerufen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bestätigte diese Maßnahme bei einem Besuch in Kenia und sagte in Nairobi:

“Die Entscheidung des Deutschen Bundestags beschädigt ernsthaft die türkisch-deutschen Beziehungen. Wenn ich zurück bin, werden wir uns zusammensetzen, über die Angelegenheit beraten und darüber reden, welche Schritte wir unternehmen.”

Der türkische Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus kritisierte die Armenien-Resolution des Bundestags als “historischen Fehler”. Die Verabschiedung der Resolution passe nicht zur Freundschaft zwischen der Türkei und Deutschland.

Die Menschen in der Türkei reagierten unterschiedlich:

“Wenn Deutschland uns zwingt, etwas zu tun, sollte die Türkei entsprechend antworten. Wenn man es mit Hitlers Deutschland vergleicht, ist das, was wir getan haben, gar nichts, wenn wir überhaupt etwas getan haben. Aber wir haben nichts getan”, so ein Mann.

Ein Anderer sagte: “Die Anerkennung des Deutschen Bundestags, ob es ein Völkermord war oder nicht, hat keine Bedeutung für mich. Ich glaube, dass es ein Völkermord war.”

In Ankara wurde der Geschäftsträger der deutschen Botschaft ins türkische Außenministerium bestellt. Der deutsche Botschafter Martin Erdmann hält sich derzeit nicht in der türkischen Hauptstadt auf.

“Bild” stellt die Begründung der CDU-Politikerin vor, die mit “Nein” bei der Resolution gestimmt hat.

hat.

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