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Schwere Überschwemmungen in Europa: Mindestens vier Tote in Niederbayern, ein Todesopfer in Frankreich

Nach dem verheerenden Hochwasser mit mindestens vier Todesopfern im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn hat der Donnerstag arbeitsreich…

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Schwere Überschwemmungen in Europa: Mindestens vier Tote in Niederbayern, ein Todesopfer in Frankreich

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Nach dem verheerenden Hochwasser mit mindestens vier Todesopfern im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn hat der

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"Wir haben ja schon öfter Hochwasser hier gehabt, aber dieses Mal ist es noch viel schlimmer."

Donnerstag arbeitsreich begonnen. In Simbach am Inn war das Technische Hilfswerk bis zum Morgen mit der Rettung von Menschen beschäftigt, die von den Wassermassen eingeschlossen waren. Mehrere wurden noch vermisst. Die Sachschäden lagen nach ersten Schätzungen in zweistelliger Millionenhöhe.

Simbach am Inn schwer getroffen

Mit drei Toten und extremen Sachschäden hatte das Hochwasser die Stadt Simbach am Inn am schwersten getroffen.“Heute gibt es eine große Aufräumaktion und wir haben leider Mitmenschen zu beklagen, wie ich gehört habe”, sagt ein Anwohner. Eine Frau erklärt: “Wir haben ja schon öfter Hochwasser hier gehabt, aber dieses Mal ist es noch viel schlimmer. Wir haben jetzt ein ganzes Jahr umgebaut, das Haus ist neu renoviert und von oben bis unten ist wieder alles kaputt.”

Weitere schwere Regenfälle erwartet

Für Donnerstag kündigten Meteorologen weitere starke Regenfälle in Bayern an, binnen zwölf Stunden könnten am Donnerstag wieder bis zu 30 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. «Zum Teil sind unwetterartige Mengen über 40 Liter pro Quadratmeter in sechs bis zwölf Stunden möglich», berichtete der Deutsche Wetterdienst in München. Auch für andere Bundesländer wurden teils neue Unwetter erwartet.

In Frankreich ebenfalls schwere Überschemmungen

Auch in Frankreich haben die Unwetter seit Sonntag zu schweren Überschwemmungen geführt. 5500 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen, die Feuerwehr sei zu mehr als 10 500 Einsätzen ausgerückt, so das Krisenzentrum der Regierung.

Premierminister Manuel Valls besuchte die betroffene Stadt Nemours betroffenes Departement Seine et Marne südlich von Paris: “In der Region Centre und hier in Ile-de-France ist die Situation sehr angespannt und schwierig. Und die Wettervorhersagen rufen uns auf wachsam zu bleiben.”

Der heftige Regen in den vergangenen Tagen forderte auch in Frankreich ein Todesopfer. Eine 86-jährige Frau wurde am Mittwoch in ihrem überfluteten Haus in Souppes-sur-Loing in Zentralfrankreich tot aufgefunden.

In der Hauptstadt Paris stieg der Pegelstand der Seine an, niedrig gelegene Uferstraßen wurden gesperrt.