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Aus Angst vor Russland: Polen verstärkt seine Armee mit Zivilisten

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Aus Angst vor Russland: Polen verstärkt seine Armee mit Zivilisten

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Polen baut derzeit eine Freiwilligenmiliz auf, die der Unterstützung der Armee dienen soll. Dafür erhalten Zivilisten eine militärische Ausbildung. Sie müssen 30 Tage im Jahr an militärischen Ausbildungen und Manövern teilnehmen. Laut dem polnischen Verteidigungsminister Antoni Macierewicz sollen der paramilitärischen Truppe mittelfristig 35.000 Personen angehören. Jede der 16 Verwaltungsbezirke soll über eine Brigade der neuen Truppe verfügen. Bis 2017 soll die polnische Armee auf 150.000 Soldaten anwachsen. Paramilitärische Einheiten haben in Polen eine lange Tradition. Die meisten von ihnen stehen laut Experten konservativen bis rechtsnationalen Parteien nahe.

Damit will Polen auf die von Russland ausgehende Gefahr vorbereitet sein, wie das Einsickern von Militärs auf polnisches Territorium nach dem Vorbild der Krim und der Ostukraine.

Eine kleine Gruppe paramilitärischer Organisationen wird laut dem polnischen Verteidigungsministerium bereits im Juni an der NATO-Übung “Anakonda” auf polnischen Truppenübungsplätzen teilnehmen.
Es ist die größte NATO-Übung in Polen. Von allen Ländern der NATO betreibt Polen eines der aktivsten Aufrüstungsprogramme: Die Verteidigungsausgaben erreichen etwa zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

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