Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Muhammad Ali: "I am the greatest"

welt

Muhammad Ali: "I am the greatest"

Werbung

Muhammad Ali galt als der bedeutendste Schwergewichtsboxer aller Zeiten. Das Internationale Olympische Komitee wählte ihn zum “Sportler des Jahrhunderts”. Berühmt wurde Ali durch seinen unorthodoxen Kampfstil – und die Spottreime auf seine Gegner. Vor allem aber durch seine überragenden sportlichen Erfolge. Mit 22 Jahren bekam Ali seinen ersten Weltmeisterschaftskampf gegen Sonny Liston. Und schon da provozierte Ali mit seinem Selbstbewusstsein.


Ali gewann den Kampf gegen Sonny Liston und wurde Weltmeister. In den folgenden Jahren war Ali äußerst erfolgreich. Er verteidigte seinen Titel gegen zahlreiche Gegner. Sein Markenzeichen: Er war äußerst flink, seine Beine waren so schnell und seine Hüften so beweglich, dass er jedem Schlag ausweichen konnte.

Doch auch außerhalb des Sports sorgte Ali für Schlagzeilen. Er machte seine Mitgliedschaft in der Nation of Islam bekannt, einer religiös-politischen Organsiation schwarzer Amerikaner. 1967 verweigerte er dann den Wehrdienst und den Einsatz in Vietnam mit den Worten:

“Die sogenannten Neger kämpfen 10000 Kilometer von der Heimat entfernt gegen andere unschuldige, farbige Menschen die uns nichts getan haben. Ich sage es ganz deutlich: Ich werde nicht nach Vietnam gehen.”

Ali bezahlte seine Weigerung in den Krieg zu ziehen teuer: er verlor für drei Jahre seine Profi-Lizenz. Anschließend kehrte er in den Ring zurück. Im so genannten “Boxkampf des Jahrhunderts” trat er gegen Joe Frazier an – und verlor.

Den Titel holte sich Ali dann im Kampf gegen George Foreman zurück. Der als “Rumble in the Jungle” legendär gewordene Fight fand 1974 in Kinshasa statt – und sorgte weltweit für Aufsehen.

Auch Alis anschließende erste Titelverteidigung schrieb Geschichte. Ali trat gegen den bis dato unbekannten Chuck Weppner an – und siegte. Der Kampf inspirierte später Sylvester Stallone zum oscarprämierten Rocky-Film. Ali war da schon längst ein Idol geworden, nicht nur für Sportler.


Der einstige US-Profiboxer Oscar de la Hoya schwärmt von seinem Humor und Charisma. Der frühere britische Boxer Lennox Lewis zollt der Boxlegende seinen höchsten Respekt. Und der Schauspieler Sydney Poitier lobt Alis Mut, mit dem er alle beeinflusst habe.

Die Boxlegende beendete ihre Karriere 1981. Kurz danach wurde bei Ali Parkinson diagnostiziert. Doch trotz der Krankheit blieb Ali eine bedeutende und einflussreiche Persönlichkeit. Auch über seinen Tod am 3. Juni 2016 hinaus.


Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel