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Schweizer stimmen mehrheitlich gegen bedingungsloses Grundeinkommen - Initiatoren feiern trotzdem

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Schweizer stimmen mehrheitlich gegen bedingungsloses Grundeinkommen - Initiatoren feiern trotzdem

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Drei Viertel der Schweizer Wähler haben sich bei einer Volksabstimmung gegen ein sogenanntes bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen. Auch in Finnland und anderen Ländern wird darüber diskutiert, doch in der Schweiz stand das Konzept nun zum ersten Mal weltweit konkret zur Wahl.

Die Initiatoren werten die 23,1 Prozent Ja-Stimmen als Erfolg. Daniel Häni, ein Mitbegründer der Initiative sagte, er habe weniger als 15 Prozent erwartet: “Über 20 Prozent heißt, jede fünfte stimmberechtigte Person sieht darin eine richtige Richtung. Ich denke, dass ein Trend gesetzt ist und dass die Geschichte lanciert ist.”

Im Kanton Basel-Stadt, einer Hochburg der Befürworter, erreichte die Iniative mit 36 Prozent die meisten Stimmen.

Mehr Menschenwürde und mehr soziales Engagement, das erhoffen sich die Fans der Idee. Die Höhe eines solchen Grundeinkommens ließ der Text noch offen, die Rede war aber von umgerechnet etwa 2200 Euro.

Die Gegner, darunter auch die Regierung, verwiesen hingegen auf die verbleibende Finanzierungslücke, trotz der mitgedachten Abschaffung von Arbeitslosengeld, Sozialleistungen und Rente. Sie befürchteten auch einen mangelnden Willen vieler Bürger, freiwillig zu arbeiten, sowie eine Rückgang der Produktivität des Landes.

In der selben Volksabstimmung stimmten 67 Prozent der Schweizer für einen beschleunigte Bearbeitung von Asylanträgen und 62 Prozent für das Recht, Embrios aus künstlichen Befruchtungen unter bestimmten Bedingungen auf vererbbare Erkrankungen zu testen.

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