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Stichwahl um Präsidentschaft in Peru: Fujimori und Kuczynski Kopf an Kopf

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Stichwahl um Präsidentschaft in Peru: Fujimori und Kuczynski Kopf an Kopf

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Im Andenstaat Peru waren die Wähler am Sonntag aufgefordert, sich für einen der beiden verbliebenen Präsidentschaftskandidaten zu entscheiden.

In letzten Umfragen lag Keiko Fujimore knapp vorn, deren Partei Fuerza Popular zuletzt stärkste Partei im Parlament wurde. Die 41-jährige ist die Tochter des ehemaligen autoritären Machthabers Alberto Fujimori, der wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen in Haft ist. Doch der Vorsprung der Rechtspopulistin war zuletzt geschrumpt.

Beobachter gehen deshalb von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Pablo Kuczynski aus. Der 77-Jährige arbeitete zuvor als Weltbank-Ökonom und war schon Ministerpräsident in Peru. Mit seinem Ruf als neoliberaler Technokrat kommt er bei der Landbevölkerung aber weniger gut an.

Fujimori zeigte sich im Wahlkampf betont volkstümlich und wandte sich den Armen zu. Beim Wahlkampfthema Kriminalität setzte sie auf Härte und die Todesstrafe für Schwerverbrecher. Allerdings gerieten Fujimori und ihr Umfeld immer wieder wegen Korruptionsverdachts ins Visier von Ermittlern und in die Schlagzeilen.

In Peru herrscht Wahlpflicht, knapp 23 Millionen Menschen waren dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Amtsübernahme des neuen Staatschefs soll am 28. Juli stattfinden.

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