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Nato und Russland wollen bei Manövern Stärke zeigen

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Nato und Russland wollen bei Manövern Stärke zeigen

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Einen Monat vor dem nächsten NATO-Gipfel hat das Bündnis seine Präsenz in Osteuropa deutlich verstärkt. In Litauen sind 400 Militärfahrzeuge der US-Armee zu einem Manöver eingetroffen. An der Militärübung beteiligen sich auch Truppenverbände aus Deutschland und Frankreich. Umfangreiche Manöver finden gleichzeitig in Polen und Finnland statt.

In Litauen stößt die Militärübung bei einigen auf Unverständnis: “Wir wollen, dass es den Menschen gut geht”, sagt Nikolai aus Daugavpils, der zweitgrößten Stadt des Landes. “Wofür brauchen wir diese Panzer? Wir sollten uns friedfertig zeigen, aber sie bringen all dieses Gerät hierher und sagen, dass Russland angreifen könnte. Glaubt ihr im Ernst, dass Russland mit Panzern anrückt? Es genügen ein paar Raketen und vom Baltikum bleibt nichts übrig.”

Innerhalb der NATO ist die verstärkte Präsenz im Baltikum umstritten. Einige Mitglieder wollten vermeiden, dass sich Russland provoziert fühlt, und genau das ist offenbar auch eingetreten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte das Vorrücken von Kriegsgerät der NATO an die Grenzen seines Landes: “Russland macht sein souveränes Recht geltend, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, die den gegenwärtigen Gefahren angemessen sind”, sagte Lawrow während eines Besuchs in Finnland.

Im südrussischen Rostow hat das Militär mit dem Bau eines neuen Stützpunkts begonnen. Das Projekt ist Teil der Verstärkung der russischen Militärpräsenz an seiner Westgrenze in Reaktion auf die zusätzlichen NATO-Truppen im Baltikum.

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