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Verurteilter Bankenzocker Jérôme Kerviel zu Unrecht gekündigt

Ein Arbeitsgericht hat dem als Milliardenzocker bezeichneten Ex-Börsenhändler Jérôme Kerviel mehr als 450.

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"Herzlichen Glückwunsch meinen Anwälten"

bezeichneten Ex-Börsenhändler Jérôme Kerviel mehr als 450.000 Euro für seine Entlassung Anfang 2008 durch die Großbank Société Générale zugesprochen.

Das Gericht in Paris befand die Kündigung für
unrechtmäßig, weil die Bank nach Medienberichten (AFP) deutlich früher über Kerviels Geschäfte auf dem Laufenden gewesen sei.

Der Anwalt der Bank sprach von einer «skandalösen» Entscheidung und kündigte Berufung an.

“Herzlichen Glückwunsch meinen Anwälten David Koubbi, Benoît Pruvost und Julien Dami le Coz. Der Kampf geht weiter immer und immer … bis zum Ende.”

Die Société Générale hatte 2008 bekanntgegeben, wegen dessen Spekulationsgeschäften mit Aktienoptionen und fingierten Sicherungsgeschäften 4,9 Milliarden Euro Verlust gemacht zu haben. Kerviel soll insgesamt ohne Genehmigung Handelspositionen im Wert von 50 Milliarden Euro aufgebaut haben, wurde 2010 wegen Untreue, Fälschung und Manipulation von Computerdaten zu drei Jahren Haft und 4,9 Milliarden Euro Schadensersatz verurteilt und hat seine Haftstrafe bereits abgesessen. Frankreichs Oberster Gerichtshof kippte den Schadenersatz – wieviel Kerviel ersetzen muss, müssen Richter noch klären.

Kerviel hält sich für unschuldig und gibt an, sein früherer
Arbeitgeber habe von den Geschäften gewusst.

Sigrid Ulrich mit AFP