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Verurteilter Bankenzocker Jérôme Kerviel zu Unrecht gekündigt

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Von Euronews
Verurteilter Bankenzocker Jérôme Kerviel zu Unrecht gekündigt

<p>Ein Arbeitsgericht hat dem als Milliardenzocker<br /> bezeichneten Ex-Börsenhändler Jérôme Kerviel mehr als 450.000 Euro für seine Entlassung Anfang 2008 durch die Großbank Société Générale zugesprochen.</p> <p>Das Gericht in Paris befand die Kündigung für<br /> unrechtmäßig, weil die Bank nach Medienberichten (<span class="caps">AFP</span>) deutlich früher über Kerviels Geschäfte auf dem Laufenden gewesen sei. </p> <p>Der Anwalt der Bank sprach von einer «skandalösen» Entscheidung und kündigte Berufung an.</p> <blockquote class="twitter-tweet" data-lang="fr"><p lang="fr" dir="ltr">Bravo à mes avocats! <a href="https://twitter.com/DavidKoubbi"><code>DavidKoubbi</a> Benoît Pruvost et Julien Dami le Coz.<br>Le combat continue encore et toujours... jusqu&#39;à la fin.<a href="https://twitter.com/hashtag/Increvables?src=hash">#Increvables</a></p>&mdash; Kerviel Jérôme (</code>kerviel_j) <a href="https://twitter.com/kerviel_j/status/740164752668798976">7 juin 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> “Herzlichen Glückwunsch meinen Anwälten David Koubbi, Benoît Pruvost und Julien Dami le Coz. Der Kampf geht weiter immer und immer … bis zum Ende.” <p>Die Société Générale hatte 2008 bekanntgegeben, wegen dessen Spekulationsgeschäften mit Aktienoptionen und fingierten Sicherungsgeschäften 4,9 Milliarden Euro Verlust gemacht zu haben. Kerviel soll insgesamt ohne Genehmigung Handelspositionen im Wert von 50 Milliarden Euro aufgebaut haben, wurde 2010 wegen Untreue, Fälschung und Manipulation von Computerdaten zu drei Jahren Haft und 4,9 Milliarden Euro Schadensersatz verurteilt und hat seine Haftstrafe bereits abgesessen. Frankreichs Oberster Gerichtshof kippte den Schadenersatz – wieviel Kerviel ersetzen muss, müssen Richter noch klären.</p> <p>Kerviel hält sich für unschuldig und gibt an, sein früherer<br /> Arbeitgeber habe von den Geschäften gewusst.</p> <p>Sigrid Ulrich mit <span class="caps">AFP</span></p>