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Italien gelingt Schlag gegen Schlepperring aus Sudan

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Italien gelingt Schlag gegen Schlepperring aus Sudan

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Die italienische Justiz meldet einen Erfolg im Kampf gegen Menschenhandel.

Der mutmaßliche Kopf eines Schlepperrrings ist aus dem Sudan an Italien ausgeliefert worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden der aus Eritrea stammende Mann und seine Organisation verdächtigt, allein im vergangenen Jahr rund 8.000 Migranten nach Europa geschleust zu haben.

Der 35-Jährige war am 24. Mai im Sudan festgenommen worden, wie italienische und britische Behörden, die gemeinsam in Libyen gegen Menschenhandel vorgehen, mitteilten. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Gefängnis.

Staatsanwalt Geri Ferrara erklärte in Palermo: “Wir sprechen hier nicht von einer primitiven sondern einer gut strukturierten Organisation: Wie wir durch das Abhören von Telefonaten wissen, verfügen sie über mehrere Standorte, Waffen, Logistikhallen und Fahrzeuge. Es ist eine wahre kriminelle Organisation, mit Ablegern entlang der gesamten Migrantenroute, von Zentralafrika bis nach Skandinavien.”

Nach Schätzungen des Staatsanwalts machen Schlepper pro Migrant einen Umsatz von mehr als 1000 Euro.

Auf Sizilien brachte die italienische Küstenwache 223 gerettete Flüchtlinge und Migranten an Land. Sie waren vor der libyschen Küste in einem völlig überfüllten Boot ihrem Schicksal überlassen worden.

200.000 Menschen sind seit Beginn des Jahers über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration treten immer mehr unbegleitete Minderjährige die gefährliche Überfahrt an.

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