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Hologramm statt MRT - Die Zukunft der Gehirnerforschung?

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Hologramm statt MRT - Die Zukunft der Gehirnerforschung?

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Herzlich willkommen im Zentralrechner des Menschen! Neurowissenschaftler haben ein holografisches Darstellungsverfahren entwickelt, mit dem sich künftig das Gehirn eines Patienten untersuchen lassen soll. Ein vielversprechendes Instrument zur Diagnoseerstellung bestätigt der Londoner Gehirnchirurg Basil Ridha vom National Hospital for Neurology and Neurosurgery.

Das Gehirn ist eine komplexe, dreidimensionale Struktur mit komplizierten Verknüpfungen, die sich manchmal nur schwer beschreiben lässt.

Basil Ridha Gehirnchirurg

“Im Falle einer Degeneration, einer Entzündung oder eines Schlaganfalls die betroffenen Gebiete, das Ausmaß und die umliegenden Strukturen darstellen zu können, nicht nur die verletzten Stellen, das wäre ein bedeutender Fortschritt. Manchmal ist es beispielsweise wichtig zu wissen, ob die visuelle Wahrnehmung durch eine bestimmte Verletzung betroffen ist.”

3D-Darstellungen von Organen gibt es bereits. Allerdings sind diese an eine spezielle technische Ausrüstung und Bildschirme gebunden. Die holografische Darstellung der Nervenstränge bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Das mit EU-Forschungsmitteln geförderte Projekt eigne sich auch zu didaktischen Zwecken, meint der Experte Basil Ridha.

“Das Gehirn ist eine derart komplexe, dreidimensionale Struktur mit komplizierten Verknüpfungen, die sich manchmal nur schwer beschreiben lässt. Es in 3D zu betrachten, könnte den Lernprozess vereinfachen und verstärken.”

Die Entwickler planen, ihr holografisches Darstellungsverfahren an bereits existierende MRT-, CT- und Ultraschallgeräte anzupassen, damit sich die Reise ins menschliche Gehirn künftig noch einfacher nachzuvollziehen lässt.

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