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Russlands Sportminister Mutko: "Habe kein Doping vertuscht"

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Russlands Sportminister Mutko: "Habe kein Doping vertuscht"

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Schon seit langem steht die russische Regierung im Verdacht, staatliches Doping im Sport systematisch vertuscht zu haben. Nun erhält dieser Verdacht neue Nahrung. Die Autoren einer Doku, die am Mittwoch im deutschen Fernsehen gezeigt wurde, sagen, Russlands Sportminister Witali Mutko persönlich könnte daran beteiligt gewesen sein, zumindest in einem Fall Dopingspuren verwischt zu haben. Leiter des Rechercheteams war der Journalist Hajo Seppelt.

Er sagt: “Es geht vor allem darum zu zeigen, dass es in Russland möglicherweise einen großen Einfluss des Staates, des Sportministeriums, auf die Vertuschung von Dopingfällen im Land gibt. Im Besonderen betrifft das die Leichtathletik, aber auch andere Sportarten. Das heißt nicht automatisch, dass dies zu 100 Prozent bewiesen wäre. Aber die Belege dafür, dass manche Leute von höheren Ebenen offenbar versucht haben, beim Vertuschen von Doping zu helfen, werden stärker und stärker.”

Sowohl der Kreml als auch Sportminister Mutko selbst wiesen die Vorwürfe zurück. Die Behauptung, er habe die positive Probe eines Fußballers vertuscht, sei lächerlich, sagte Mutko. Der Minister hat eine andere Erklärung.

“Wenn man ein Land isoliert, kann man fordern, dass es von der Fußball-WM ausgeschlossen wird. Wenn das auf politischem Wege nicht gelingt, dann kann der Sport als Mittel dazu dienen. Ihr Ziel ist einfach: Sie wollen alles tun, um Russland im Sport zu isolieren und die Athleten davon abzuhalten, an den Olympischen Spielen teilzunehmen.”

Die Nationale Anti-Doping-Agentur aus Deutschland hält nach dem ARD-Bericht eine Olympia-Teilnahme Russlands für nicht denkbar. Die Startberechtigung der russischen Sportler in Rio müssten überprüft werden, hieß es in einer Erklärung der Agentur. Derzeit läge die Voraussetzungen für einen Start nicht vor.

Infos zur Doku Geheimsache Doping

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