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Streiks zum EM-Auftakt: Piloten der Air France wollen in den Ausstand treten

Am Mittwoch wurde es erneut handfest auf den Straßen der französischen Hauptstadt.

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Streiks zum EM-Auftakt: Piloten der Air France wollen in den Ausstand treten

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Am Mittwoch wurde es erneut handfest auf den Straßen der französischen Hauptstadt. Demonstranten lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mit Mülltonnen hatten aufgebrachten Bürger Barrikaden errichtet. Noch immer geht es um die umstrittene Reform des Arbeitsmarktes, aber auch um bessere Arbeitsbedingungen für verschiedene Berufsgruppen. Zu den Streikenden gehörte am Mittwoch auch SNCF-Mitarbeiter Malik Benyoussef: “Wir werden das Land während der Fußball-Europameisterschaft lahm legen. Wir verlangen die sofortige Rücknahme der Arbeitsmarktreform.”

Schon seit Wochen hat die mächtige Gewerkschaft CGT immer wieder die Versorgung mit Treibstoff und Strom eingeschränkt, als nächstes ging es dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr an den Kragen. Grund zur Sorge, fand am Mittwoch auch Jacques Lambert, der mit seinem Team die EM organisiert hat: “Was die Streiks angeht, weiß ich leider nicht viel mehr als Sie auch. Aber ja, wir sind in Sorge, denn die Aktionen könnten die Mobilität der Teams einschränken, auch der Schiedsrichter, der Fans und so weiter. Es läuft nicht gut, gerade. Wir wünschen uns so viel reibungslose Mobilität als möglich.”

Die amtierenden Europameister aus Spanien erreichten am Mittwoch trotz allem ihr EM-Quartier. Sollten sich die Streiks im Gastgeberland ausweiten, könnten zumindest die Reisepläne ihrer Fans erheblich durcheinandergebracht werden. Für den EM-Auftakt am Freitag haben unter anderem die Piloten der Fluglinie Air France ihren Ausstand angekündigt – sie wehren sich damit gegen Sparpläne des Managements.