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Trotz Doping-Sperre: Nike und Head stehen zu Tennisprofi Maria Scharapowa

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Trotz Doping-Sperre: Nike und Head stehen zu Tennisprofi Maria Scharapowa

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Der US-Sportartikelhersteller Nike und der Schlägerfabrikant Head wollen trotz der zweijährigen Doping-Sperre für Maria Scharapowa Sponsoren der russischen Weltklasse-Tennisspielerin bleiben. “Wir hoffen, Maria wieder auf dem Platz zu sehen”, hieß es in einem Nike-Statement.

Scharapowa kündigte sofort an, gegen die “unverhältnismäßig harte” Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vorzugehen. “Ich werde darum kämpfen, so schnell wie möglich auf den Tennis-Court zurückzukehren”, schrieb die 29-Jährige auf Facebook.

Scharapowa war am Mittwoch vom Tennis-Weltverband ITF rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden, nachdem ihr im Januar während der Australian Open die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium nachgewiesen worden war.

Nachdem die Russin den Befund Anfang März öffentlich gemacht hatte, hatte Nike seinen hoch dotierten Sponsoringvertrag vorerst auf Eis gelegt – wie auch Sponsor Porsche. Die Vereinten Nationen beriefen sie als Sonderbotschafterin ab, der Schweizer Uhrenhersteller Tag Heuer will erst mal abwarten.

Forbes schätzt, dass Scharapowa im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Euro verdient hat.

Scharapowa hatte in einer aufsehenerregenden Pressekonferenz am 7. März ihren positiven Dopingtest nach dem Viertelfinal-Aus bei den Australian Open öffentlich gemacht. Allerdings gab sie damals nur zwischen den Zeilen zu, das seit dem 1. Januar 2016 verbotene Medikament auch danach noch eingenommen zu haben. Sie wurde mit Wirkung vom 12. März provisorisch suspendiert.

Meldonium steht seit 1. Januar 2016 als unerlaubte Substanz auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Seither wurde es bei mehreren Athleten nachgewiesen. Laut WADA ist die Wirkung von Meldonium mit der von Insulin vergleichbar. Es soll die Blutversorgung und die Ausdauer erhöhen. Als Medikament ist es in einigen osteuropäischen Staaten, wie etwa Russland und Litauen, zugelassen, nicht jedoch zum Beispiel in Deutschland oder den Vereinigten Staaten.

Sigrid Ulrich mit dpa

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