Massenproteste gegen bewaffnete OSZE-Mission im Donbass

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Von Euronews
Massenproteste gegen bewaffnete OSZE-Mission im Donbass

<p>In Donezk haben Einwohner gegen den möglichen Einsatz einer bewaffneten Mission der <span class="caps">OSZE</span>-Beobachter im Donbass protestiert. Nach unterschiedlichen Angaben nahmen zwischen 5000 und 60.000 Personen an der Demonstration teil.</p> <p>Die Regierung in Kiew fordert eine solche bewaffnete Mission seit Monaten. Am Samstag gab auch Moskau sein Einverständnis. “Einige <span class="caps">OSZE</span>-Beobachter könnten künftig bewaffnet sein, etwa “mit Pistolen zu ihrer Verteidigung”, hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow im Staatssender Rossija gesagt.</p> <p>In den prorussischen Gebieten stößt das Vorhaben auf Misstrauen: “Unter dem Deckmantel eines bewaffneten Einsatzes könnten sie hier Terroristeneinheiten stationieren, sie müssen nur die entsprechenden Uniformen tragen”, meint ein Einwohner.</p> <p>Laut <span class="caps">OSZE</span>-Generalsekretär Lamberto Zannier werden die Beobachter im Donbass von Rebellenseite bedroht, angegriffen und teilweise beschossen. Er sei zu einer Entsendung bereit, sofern alle Konfliktparteien einverstanden seien.</p> <p>Denis Puschilin, der Chefunterhändler der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, erklärte: “Uns ist allen bewusst, dass die bewaffnete Mission ein leichtes Ziel wäre. Und traditionellerweise würden sie uns beschuldigen.”</p> <p>Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (<span class="caps">OSZE</span>) soll die Einhaltung der Feuerpause und den Waffenabzug in der Ostukraine überwachen.</p> <p>Für eine bewaffnete Mission müssten alle <span class="caps">OSZE</span>-Teilnehmerstaaten dem Vorhaben zustimmen.</p>